[Artikel in Arbeit]

The Position of Fuck-You 😊
You get up two-and-half million dollars, any asshole in the world knows what to do. You get a house with a 25-year roof, an indestructible economy shitbox car and you put the rest into the system at 3 to 5 percent and you pay your taxes. That’s your base. Get me? That’s your fortress of fucking solitude. That puts you, for the rest of your life, at a level of ‘Fuck You.’”

Vermögensaufbau-Phase

Generell kommt der grĂ¶ĂŸte Teil des Vermögenszuwachses eines Privatanlegers in der Vermögensaufbauphase aus der erfolgreichen Bildung und Nutzung der eigenen FĂ€higkeiten (Humankapital) zur Generierung von Arbeitseinkommen und/oder aus unternehmerischer TĂ€tigkeit – nicht aus nebenberuflichem Investieren. Reich wird man durch Konzentration (vieles auf eine Karte setzen, hohes Risiko eingehen). Vermögend wird/bleibt man durch Diversifikation.

Die eigenen FÀhigkeiten (Humankapital) sind wesentlicher Aspekt bei der Vermögensbildung.
Humankapital: Investiere in dich selbst!
FĂŒr eine Überrendite im Leben
Die eigene Arbeitskraft schĂŒtzen und verteidigen
Lohnarbeit: Klumpenrisiko und versiegende Quelle

Ruhestands-Phase

In dieser Artikelserie geht es um die Lebensphase Ruhestand. Es geht nicht um den Vermögensaufbau. Der Schwerpunkt der Finanzgestaltung fĂŒr den Ruhestand liegt auf Vermögenssicherung und Vermögensnutzung, in einem Spektrum zwischen (dynastischem) Weitergeben von Vermögen bis zum möglichst vollstĂ€ndigen Verzehr – damit am Ende des Lebens nicht zu viel Vermögen ungenutzt ĂŒbrigbleibt (mit Null Euro sterben). Letzteres hat den nicht zu verkennenden psychologischen Aspekt einer Haltungsumstellung von langen Jahren des Sparens auf Entnehmen oder Verzehren.

Wer in der Vermögensaufbauphase noch nicht an der Börse war wird vor/im Ruhestand kein Vermögen mehr mit Aktien aufbauen können – es fehlt an Zeit und ganz wesentlich an Erfahrung mit der VolatilitĂ€t des Marktes. Zur Diversifikation mit Aktien fĂŒr mehr Sicherheit ist es aber nie zu spĂ€t. Der Finanzwesir beschreibt das schön in Kann Leser P. die RentenlĂŒcke schließen? Alles hat seine Zeit im Leben und wer zwei Jahre vor der Rente die Börse fĂŒr sich entdeckt, sieht nur noch die RĂŒcklichter des Renditezugs.

Sich im Alter bei Bedarf auf zusĂ€tzliche EinkĂŒnfte aus Arbeit zu verlassen, halte ich fĂŒr risikoreich (Krankheit, nachlassende FĂ€higkeiten, nachlassendes Interesse). Solche EinkĂŒnfte können aber natĂŒrlich ein schönes Zubrot sein und die BeschĂ€ftigung kann einfach nur Spaß machen oder fit halten.

Zeit spielt beim Vermögensaufbau eine immense Rolle. Aber auch im Ruhestand kann man noch viel Jahre vor sich haben und unter Beachtung des Sequence-of-Return-Risk (s.u.) kann es sinnvoll sein, den Aktienanteil sogar zu erhöhen. Also Vorsicht mit der generellen „100 minus Alter“ Regel – es kommt vielmehr ganz auf individuelle Aspekte an wie Ausgabenbuget, zu vererbender Anteil, Anlagehorizont, Steuern, Risikotoleranz, vorhandenes finanzielles Potential, verbleibendes Spar- und Investitionspotential, siehe 2. Anlagestrategien fĂŒr den Ruhestand.

Erfolgreich Investieren an der Börse fĂŒr Rendite funktioniert nur langfristig mit einem Anlagehorizont von 15+J. Das setzt der Finanzgestaltung fĂŒr den Ruhestand Grenzen: Der gesamte Anlagehorizont kann zwar durchaus 30+J betragen, aber je nach Ausgabenbudget und Renten muss man Entnehmen, z.B. alle 5J die Ausgaben fĂŒr 5J, siehe 3. (Entnahme) Szenarien den Ruhestand.

Das Lebenszyklus-Modell kann zur Veranschaulichung von Vermögen, Einkommen und Konsum ĂŒber die unterschiedlichen Lebensphasen hilfreich sein.

Lebenszyklus-Modell nach Prof. Weber Die genial einfache Vermögensstrategie(*).

Finanzgestaltung, Gesamtportfolio

Ziel einer guten Finanzgestaltung sollte es nicht sein so viel Geld wie möglich fĂŒr unbekannte und unvorhersehbare Ausgaben zu einem spĂ€teren Zeitpunkt zu horten, sondern sein Geld wĂ€hrend des gesamten Lebens klug zu verwenden, siehe Was macht uns glĂŒcklich? FĂŒr mich reicht es ein gutes deutsches Durchschnittseinkommen zu erzielen. In vielen ReiselĂ€ndern ist dieses wegen in vielen (nicht allen) Bereichen geringerer Kosten noch viel wertvoller, siehe LĂ€nder-Vergleiche.

HĂ€ufig wird bei der Ruhestandsplanung von der VorsorgelĂŒcke (aus sicherheitsorientierter Renten-Sicht) gesprochen oder von „
 dann sind da noch die Renten“ (aus risikoorientierter Sicht) statt beides gleichberechtigt nebeneinander zu betrachten. Ich betrachte Renten und Investments ganzheitlich in einem Gesamtportfolio:

  • % Lebenslange Renten
    DRV, bAV, paV
  • % Investment-Portfolio
    • % Risikoarmer Teil
      Tagesgeld (Festgeld), Anleihen
    • % Risikobehafteter Teil
      Aktien, Immobilien, Rohstoffe
    • % Mythischer Teil
      Gold

Aspekte zur Gestaltung des Gesamtportfolios

Wesentliche Aspekte zur Gestaltung des Gesamtportfolios sind:

Finanzwesir Überblick:
Was Anleger wissen sollten. Geldanlage-Basiswissen fĂŒr Do-it-yourself-Anleger.
Es geht, man muss nur wissen wie. Und es ist gar nicht so kompliziert, wie alle immer sagen.
Wird mein Geld zum Leben reichen?
Schöner Podcast mit Thomas Mayer [seine politischen Einordnungen teile ich nicht]

Ausgaben-Budget

Ein Überblick ĂŒber seine persönlichen (geplanten) Ausgaben ist fĂŒr jede Finanzplanung essenziell. Siehe Ausgaben budgetieren – Heimat (Excel). Die Ausgaben lassen sich klassifizieren in:

  • Ausgaben fĂŒr GrundbedĂŒrfnisse
    (Essen, Wohnen inkl. Nebenkosten, Krankenversicherung [auch auf Reisen], Kleidung, Kommunikation (Tel, Internet), Transport, Freizeit, Bildung)
    Siehe auch Harz 4 Regelsatz.
  • gewĂŒnschte Ausgaben
    FĂŒr das schöne Leben.
  • erhoffte Ausgaben
    z.B. zum Weitergeben an andere (Nachkommen, Organisationen).

Dieses Budget kann sich mit zunehmendem Alter oder sich Ă€ndernden LebensumstĂ€nden verĂ€ndern. Manche gehen davon aus im hohen Alter geringere Ausgaben zu haben. Das kann so sein, muss aber nicht fĂŒr jeden so sein. Siehe Finanzen? ErklĂ€rt! Finanzielle UnabhĂ€ngigkeit – die Lifestyle-Inflation wird oft unterschĂ€tzt

Renditeerwartung oder Vermögenssicherung?

Was ist das wesentliche persönliche Anlageziel im Ruhestand? Wird eine Rendite aus dem Investmentportfolio gewĂŒnscht, oder hat man bereits ausreichend sicheres Einkommen aus lebenslangen, risikoarmen Anlagen oder sonstigem Vermögen „Genug ist genug“ und es geht nur mehr darum sein Vermögen risikoarm durch Diversifikation zu sichern und zu nutzen? Siehe Vermögen sichern.

Anlagehorizont

Die Basis fĂŒr den Anlagehorizont ist die Restlebenserwartung im aktuellen Alter. Die eigene Restlebenserwartung hĂ€ngt von vielen Faktoren ab, u.a. Gene, Geschlecht, Schicksal (in welches Land und soziales Umfeld man hineingeboren wurde), Gesundheitszustand, LebensumstĂ€nde, Zufall (schon morgen kann durch einen Unfall alles ganz anders sein). Hier ein Rechner zur Restlebenserwartung Wie alt werde ich? Zur Sicherheit sollte man nicht von der mittleren statistischen Restlebenserwartung ausgehen, diese erreicht man mit 50% Wahrscheinlichkeit, sondern wenigstens von der mit 10% Wahrscheinlichkeit. Beispiel:  Mittlere statistische Restlebensdauer eines 60-jĂ€hrigen Mannes: 22J (Lebensalter 82), mit 10% Wahrscheinlichkeit: 32J (Lebensalter 92).

Wie werde ich 100?„TĂ€glich eine Handvoll NĂŒsse“.

Vermögen weitergeben oder verzehren?

Vielen sind im Alter folgende Aspekte besonders wichtig:

  • Kontrolle behalten.
  • Das eigene VermĂ€chtnis finden.
    In Erinnerung bleiben.
    Etwas weitergeben.

Diese Punkte sind Alten oft (bewusst oder unbewusst) extrem wichtig. Was JĂŒngeren (Nachkommen) offensichtlich sinnvoll und dringend erscheint ist fĂŒr Alte hĂ€ufig völlig unwichtig und es kommt zu typischen Kommunikationsproblemen und Konflikten wie z.B. trotz objektiv großer EinschrĂ€nkungen weiter Auto fahren zu wollen oder nicht aus dem zu großen Haus in komfortables, praktisches, betreutes Wohnen zu ziehen. Siehe How to Say It to Seniors: Closing the Communication Gap with Our Elders (*). Dieses Buch beschreibt die Probmeaktik unterschiedlicher Sichten sehr schön (wenn auch etwas episch) und gibt praktische Tipps fĂŒr das Kommunikationsverhalten JĂŒngerer. Wer etwas vererben möchte sollte ausrechnen wie viel er sich leisten kann und erwĂ€gen es mit warmen HĂ€nden zu tun, nicht zuletzt aus steuerlichen GrĂŒnden.

Risiken

Die wesentlichen Risiken bei der Finanzplanung sind:

  • Langlebigkeits-Risiko
  • MortalitĂ€ts-Risiko
  • Krankheit, PflegebedĂŒrftigkeit
  • MarktvolatilitĂ€t
  • Inflation
  • Renditereihenfolgerisiko (Sequence-of-Return-Risk)
  • ZinsĂ€nderungs-Risiko, Wechselkurs-Risiko, Ausfall-Risiko
  • Fiskalische und rechtliche Änderungen
  • NotfĂ€lle
  • Trennung, Ehe-Scheidung
  • (Welt-System-Crash)

Die menschliche Risikowahrnehmung ist sehr subjektiv (empfundene Bedrohlichkeit, NutzenabwÀgungen etc.) und leicht durch Neuigkeit eines Risikos, Medien-Hype etc. beeinflussbar, siehe Wahrnehmung und Bewertung von Risiken.

Langlebigkeits-Risiko

Man ĂŒberlebt den geplanten Anlagehorizont des Investmentportfolios und dessen Ertrag fehlt nun.
Will man sein Langlebigkeitsrisiko ohne Renten absichern sollte man auch die Konsequenzen einer lĂ€ngeren Restlebensdauer als der geplanten (z.B. 30J bei einem 65-jĂ€hrigen Mann) bedenken. Das erfordert entweder ein höheres Vermögen oder geringere Ausgaben. Sonst kalkuliert man wohl ein (bewusst oder unbewusst) zur Not dem persönlichen Umfeld oder der Allgemeinheit auf der Tasche zu liegen oder in nicht so sozialstaatlichen LĂ€ndern wie Deutschland in der Goss zu landen. Siehe 3. (Entnahme) Szenarien zur Anlagestrategie fĂŒr den Ruhestand.

MortalitÀts-Risiko

Man stirbt vor dem Ende des geplante Anlagehorizonts und es bleibt ungeplant Vermögen zurĂŒck. Hierzu sollte man sich die mögliche Vererbbarkeit seiner Anlagetypen (insbes. Renten vs. AuszahlplĂ€ne) ansehen und generell testamentarisch festlegen was mit dem Restvermögen geschehen soll, damit es den eigenen Vorstellungen entsprechen eingesetzt wird. Siehe Vorsorge fĂŒr NotfĂ€lle.

Krankheits-Risiko (Krankheit, Demenz, Unfall)

Das Krankheitskosten-Risiko gehört zu den existenzgefĂ€hrdenden Risiken. Die Kosten fĂŒr Krankheiten sollten in einer Krankenversicherung mit anderen Beitragszahlern gepoolt werden – außer vielleicht bei wirklich Reichen. In Deutschland besteht Krankenversicherungspflicht und wo die deutsche KV nicht gilt ist eine Auslands(Reise)KV unverzichtbar, siehe Wer glaubt mit monatlichen RĂŒcklagen in Höhe typischer KV-BeitrĂ€ge selbst vorsorgen zu können verkennt die Leistungen von KVs durch Verteilen hoher Risiken auf viele. Meines Erachtens brĂ€uchte man fĂŒr rein eigene Vorsorge mehr als ein paar Millionen € Gesamtvermögen. Siehe Lange Auslandsaufenthalte 4. Krankenversicherung.
KostenmĂ€ĂŸig kann es einen großen Unterschied machen, wie man in Deutschland krankenversichert ist: Privat krankenversichert (PKV), pflichtversichert in der GKV oder freiwillig versichert in der GKV, siehe PKV, GKV, KVdR, freiwillig in GKV

Eigenanteile (Selbstbehalt, Zuzahlungen, Kosten von extra Leistungen) sollte man bedenken, mit der Erwartung weiterer unerwarteter Kosten sollte man sich aber auch nicht verrĂŒckt machen – in solchen FĂ€llen kommt sowieso die ganze Planung durcheinander, siehe Vorsorge fĂŒr NotfĂ€lle.

Man sollte eine PatientenverfĂŒgung und eine Vorsorgevollmacht verfasst haben, siehe Vorsorge fĂŒr NotfĂ€lle.

Das Risiko pflegebedĂŒrftig zu werden ist höher als ich dachte. Statistisches Bundesamt: Bei 70- bis 74-JĂ€hrigen ca. 8%, bei ab 90-JĂ€hrigen76 %. Aber man sollte auch nicht davon ausgesehen sicher pflegebedĂŒrftig zu werden. Die gesetzliche Pflegeversicherung zahlt nur einen Teil der tatsĂ€chlichen Pflegekosten, die eigene Zuzahlung kann leicht 2.000€/Mon betragen, dabei betrĂ€gt das Schonvermögen nur 5.000€. Ab 100T€ Bruttoeinkommen haben Kinder eine Zuschusspflicht zu den Pflegekosten der Eltern. Zuletzt zahlt das Sozialamt – dieses kann ĂŒbrigens Schenkungen innerhalb der letzten 10J zurĂŒckfordern.

MarktvolatilitÀt

Zur MarktvolatilitĂ€t kennen wir nur die Vergangenheit und keiner kann die Zukunft sicher vorhersagen. Hierzu muss man ein der eigenen Risikotoleranz entsprechendes VerhĂ€ltnis zwischen risikoarmen und risikobehafteten Anteilen im Gesamtportfolio finden. Z.B.: muss man bei einer 50/50-Aufteilung imn Falle eines Einbruchs des Aktienanteils um 50% einen Verlust von 25% des Gesamtportfolios hinnehmen. Hat man seine GrundbedĂŒrfnisse ĂŒber lebenslang sichere (inflationsindexierte) EinkĂŒnfte wie Renten abgedeckt kann man im Investmentportfolio ein höheres Risiko eingehen, als wenn man auch seine GrundbedĂŒrfnisse ĂŒber Investitionen abdecken muss, siehe 3. (Entnahme) Szenarien zur Anlagestrategie fĂŒr den Ruhestand.

In der Entnahmephase ist etwas Markttiming nicht völlig vermeidbar. Mindestens bei der Entscheidung zum Start der Entnahmephase und im Falle von Entnahmestrategien mit einem n-Jahre Intervall evtl. bei den Entnahmeterminen, siehe 4. Finanzierungs-Szenarien fĂŒr den Ruhestand.

Inflation

Die langfristige Auswirkung auch moderater Inflation sollte man nicht unterschĂ€tzen. Das aktuelle Inflationsziel der EZB als Puffer gegen Deflation ist 2% symmetrisch und nicht mehr nur „close but below 2%“. Die normale (geplante) Inflation sollte man nicht mit einer unkontrollierten Hyperinflation mit extrem hoher Inflationsrate verwirren.

Video Playlist von Kommer: Inflation aus der Sicht eines Privatanlegers.
Finanztip “Aktien, Gold, Rohstoffe, oder Immobilien gegen Inflation?”

Video von Finanzfluss, u.a. mit erwartete vs. unerwartete Inflation:

Um ein GefĂŒhl fĂŒr das Inflationsrisiko zu bekommen: Bei 3% Inflationsrate halbiert sich die Kaufkraft in 24J. Bei Planungen kann man die Inflation zur Vereinfachung weglassen wenn man ausnahmslos mit inflationsbereinigten Zahlen rechnet, vgl. Kommer, SouverĂ€n investieren vor und im Ruhestand(*) “4.2. Berechnen ohne BerĂŒcksichtigung von Unsicherheiten”. Weil es um das Erhalten der individuellen Kaufkraft geht, hier der Rechner fĂŒr die persönliche Inflationsrate des statistischen Bundesamtes. Siehe auch:
Deutsche Fondsanlage-Kunden suchen vor allem sichere Anlagen und Inflationsschutz

Preis-Kaleidoskop des statistischen Bundesamtes

Die gesetzliche Deutsche Rentenversicherung (DRV) funktioniert nach dem Umlageverfahren. Sie bietet einen gewissen Inflationsschutz, indem sie an die Wirtschaftsleistung gekoppelt ist – die Rente wĂ€chst mit den Bruttolöhnen/GehĂ€ltern der Einzahler. Diese Koppelung wird aber begrenzt durch den Nachhaltigkeitsfaktor (ist aktuell ausgesetzt) – verschiebt sich das VerhĂ€ltnis zwischen Rentnern und Beitragszahlern in Richtung der Rentner (Vergleich Vorjahr mit dem Vorvorjahr) fĂŒhrt dies dazu, dass die Rentenanpassung geringer als das Lohnwachstum ausfĂ€llt. Direkte Rentenminderungen sind ausgeschlossen. Bei groben Planungen mit DRV-Renten kann man die Inflation ignorieren wenn man gleichzeitig Rentenerhöhungen ignoriert, weil sich beides in etwa ausgleicht.
FĂŒr eine Rente mit Niveau
Rente in der Krise? Keine Spur!
RechengrĂ¶ĂŸen der Sozialversicherung und sonstige Werte

Bei bAV und pAV kann man sogenannte dynamische Renten wĂ€hlen – wie weit das wirklich etwas gegen Inflation schĂŒtzt kann ich beurteilen [kann dazu jemand was erlĂ€utern?].

Immobilien, Aktien, Gold und anderer Edelmetalle, Rohstoffe und Sammlerobjekte bieten einen( gewissen) Inflationsschutz. Bankeinlagen, Anleihen und kapitalbildende Lebensversicherungen bieten keinen Inflationsschutz. Es gibt inflationsindexierte Anleihen-ETFs (TIPS). Deren Inflationsschutz bekommt man aber natĂŒrlich nicht kostenlos. Siehe Das Konzept der „Sachwertanlage“: Fakten und Fantasien.

Will man wenigstens die Kaufkraft seiner Anlagen erhalten dann sollte der Aktienanteil mind. 30% sein, bei z.B. 2% individueller Inflationsrate und -0,5% Negativzinsen auf Tagesgeld (0,3 x 7% Aktienrendite bei 0% Anleihenrendite = 2,1%).

Übrigens sind die Entnahmen der 4% Regel inflationsangepasst. Bei manchen Rechnern kann man das konfigurieren, Rechner FourPercentRule.com.

Renditereihenfolgerisiko (Sequence-of-Return-Risk)

Sehr wichtig fĂŒr (Bald)-RuhestĂ€ndler ist das Sequence-of-Return-Risk (Renditereihenfolgerisiko) weil bei einem Depot aus dem laufend nur entnommen wird die Reihenfolge von periodischen Renditen eine große Auswirkung auf Wertentwicklung hat. Hier muss man statt der Durchschnittsrendite beachten zu welchem Zeitpunkt schlechtere Renditen als der Durchschnitt auftreten. Treten diese frĂŒh in der Entnahmephase auf, dann kann das die möglichen Entnahmen stark reduzieren. So hatte ein Depot auf den MSCI World ab 1995 bei 8% Entnahmerate beim historischen Verlauf nach 15J noch einen Wert von 234T€. Bbei gĂŒnstigerer Verteilung der selben Jahresrenditen (also bessere Renditen frĂŒher) hĂ€tte es einen Wert von sogar 270T€ (trotz der relativ hohen Entnahmerate). Aber bei ungĂŒnstiger Verteilung (also schlechtere Renditen frĂŒher) wĂ€re es nach 9J bereits völlig aufgebraucht. Wenn das jetzt etwas schwer verstĂ€ndlich ist, siehe Das Sequence-of-Returns-Risiko – Entnahmestrategien, Sequence of Return Risk – die ersten 5 Jahre sind entscheidend, Das Sequence-of-Returns-Risiko – Entnahmestrategien.

Übrigens hat sich das Sequence-of-Return-Risk nicht erledigt wenn man die ersten ca. 10J seiner Entnahmephase rum hat. FrĂŒh in einem Entnahmezeitraum schlechte Renditen wirken sich weiterhin negativer aus als spĂ€tere. Durch den sich verkĂŒrzenden Entnahmezeitraum werden aber die Folgen immer kleiner. Damit bleibt das SRR auch 10J nach dem Ruhestandseintritt beim vorzeitigen Ruhestand (FIRE) mit einem Entnahmezeitraum von vielleicht 60J kritischer als bei einem “normalen” Ruhestand mit vielleicht 30J. Siehe When Can We Stop Worrying about Sequence Risk?

Aus einem vom Sequence-of-Return-Risk gerissenen Loch wieder herauszukommen ist ĂŒbrigens komplexer als ich zuerst dachte, weil man u.a. nicht bloß die fehlende Rendite durch RĂŒcklagen oder Verzicht ausgleichen muss, sondern auch die entgangene Entwicklung des Portfolios (evtl. durch Nachschießen), siehe ungefĂ€hr hier Myth #2: Flexibility has to last only as long as the downturn bei Early Retirement Now: The Safe Withdrawal Rate Series – A Guide for First-Time Readers.

ZinsÀnderungs-Risiko, Wechselkurs-Risiko, Ausfall-Risiko

Die wesentlichen Risikoquellen von Anleihen sind FremdwĂ€hrungsrisiko, Ausfallrisiko und ZinsĂ€nderungsrisiko (Laufzeitenrisiko). Das ZinsĂ€nderungsrisiko von Anleihen ist das Risiko, welches sich aus dem inversen Zusammenhang von ZinsĂ€nderungen und dem Kurs von Anleihen ergibt: Steigen die Marktzinsen, fallen die Kurse von Anleihen, vgl. Kommer: Das ZinsĂ€nderungsrisiko bei Anleihen,  Finanzwesir: Welchen Anleihen-ETF soll ich wĂ€hlen?.

Das Ausfallrisiko kann man minimieren, indem man sich auf Anleihen höchster BonitÀt beschrÀnkt.

Mit Anleihen in der HeimatwÀhrung hat man kein Wechselkursrisiko (WÀhrungsrisiko).

FĂŒr Privatanleger besteht einem global diversifizierten Aktienportfolio kein relevantes Wechselkursrisiko (WĂ€hrungsrisiko) fĂŒr welches sich eine Absicherung (Hedging) lohnen wĂŒrde: Mit Anleihen in der HeimatwĂ€hrung hat man kein Wechselkursrisiko. In einem global diversifizierten Aktienportfolio besteht fĂŒr die meisten Privatanleger kein relevantes Wechselkursrisiko fĂŒr welches sich eine Absicherung (Hedging) lohnen wĂŒrde. Ein Welt-ETF hat ein gewisses Wechselkurs-risiko aber auch eine Wechselkurs-chance. Die FondswĂ€hrung eines ETF ist rein kosmetisch und stellt weder Risiko noch Chance dar.
Kommer: WÀhrungs­absicherung: Wann sinnvoll, wann nicht?
Finanzfluss: WĂ€hrungsrisiken bei ETFs
Finanzwesir: Wie wichtig ist die WĂ€hrungsabsicherung bei einem weltweit anlegenden Indexfonds?

Als ich zuerst von Anleihen mit negativen Zinsen hörte wunderte ich mich, warum jemand sowas kaufen wĂŒrde. Gute Anleihen habe ein geringeres Risiko als Bankguthaben. Bei Bankguthaben muss man zur Sicherheit Anlagesummen >100T€ auf mehrere Banken verteilen, um unter der Grenze der Einlagensicherung zu bleiben. Auch Bankguthaben haben ein Ausfallrisiko, selbst wenn sie unterhalb der Einlagensicherungsgrenze liegen: Das unterschĂ€tzte Risiko von Bankguthaben.

Wo wir gerade von Zinsen reden. Die Zinsen auf Bankeinlagen waren auch in der Vergangenheit nicht wirklich attraktiv wenn man die Nettozinsen betrachtet, also Bruttozinsen abzĂŒglich Inflation und Kosten, vgl. Nullzinsen und Anlagenotstand – real oder nur konstruiert?

Finanztip Realzinsen

Fiskalische und rechtliche Änderungen

Jede Finanzplanung ist dem Risiko unerwarteter fiskalischer oder rechtlicher Änderungen ausgesetzt – man denke nur an die EinfĂŒhrung von KV-BeitrĂ€gen auf Auszahlungen aus Direktversicherungen. Sogar rĂŒckwirkend fĂŒr AltvertrĂ€ge!. Gegen negative Auswirkungen solcher Änderungen kann man wohl nicht viel tun, außer sich nicht zu sehr auf bestehende Regelungen zu verlassen. Aber was sich vorhersehen lĂ€sst sollte man zumindest bedenken z.B. bei den Steuern auf das Investitionsportfolio den evtl. höheren persönlichen Steuersatz ansetzen statt der 25% Abgeltungssteuer weil diese vielleicht abgelöst wird – sie wurde ja nur eingefĂŒhrt um, unter den damals gĂŒltigen internationalen Bedingungen, möglichst einfach Steuerflucht zu begrenzen.

Siehe:
Steuern auf Renten, KapitalertrÀge, Mieteinnahmen
Die Steuer auf Renten ist in D gar nicht sooo hoch!
Null Steuer auf Rente in Thailand
Lange Auslandsaufenthalte 3. Steuerliche Aspekte
Frugalisten: Steuern auf KapitalertrĂ€ge und wie man sie minimiert – Entnahmestrategien

NotfÀlle

NotfĂ€lle bergen das Risiko einen aus der Bahn zu werfen. HierfĂŒr gibt es natĂŒrlich keine 100%ige Absicherung. Die Kosten fĂŒr existenzbedrohende Risiken sollte man wo möglich mit andere in einer Versicherung poolen. Man kann seine Finanzplanung konservativ auslegen, Szenarien durchspielen und sollte sich RĂŒckfallplĂ€ne ĂŒberlegen, z.B. bei Auswanderung auch an eine mögliche RĂŒckwanderung planen.
Vorsicht! der Mensch neigt generell zur UnterschÀtzung niedriger Wahrscheinlichkeiten.

Trennung, Ehe-Scheidung

Die Scheidungsrate in Deutschland ist zwar von 52% im Jahr 2005 auf 34% gesunken, aber fĂŒr jeden einzelnen Fall ließe sich durch einen Ehevertrag viel Stress, Streit, Schmerz und finanzielles Durcheinander vermeiden.

Welt-System-Crash

Man kann sich viele mehr oder weniger weitreichende, teils objektiv begrĂŒndbare, Katastrophen vorstellen. Stichworte: Klimawandel, weltweite Pandemien (eine haben wir ja gerade und weitere sind sicher), Finanzkrise, Systemkrise, Staatsbankrott, Hyperinflation (oft mit „normalen“ erwarteten, gewollten Inflationssteigerungen verworren), TARGET2-Salden, Schuldenberg, Euro-Skeptizismus, Machtkampf USA und China, umlagefinanzierte Renten seien Schneeballsystem, Steuererhöhungen die alles auffressen, Zusammenbruch des Fiat-Geldsystms, der Sozialismus wird alles zerstören, die Aliens kommen / sind schon da – die Russen waren ja schon da und die Chinesen sind am Kommen :-). Nur was machen wir bzgl. unserer Finanzplanung aus all diesen Katastrophenszenarien? Die Ansichten von Crash-Propheten helfen uns nicht weiter – denen geht es hauptsĂ€chlich um eigenen Gewinn und Aufmerksamkeit. Siehe Welt-System-Crash – Welcher kommt wann? Was tun? Siehe Welt-System-Crash – Welcher kommt wann? Was tun?.

Crash-Prognosen blind zu folgen ist ein VerlustgeschĂ€ft. Schon das Warten auf einen Crash, um dann gĂŒnstig einzusteigen, fĂŒhrt statistisch gesehen zu hohen entgangenen Gewinnen.

Risikotoleranz und RisikotragfÀhigkeit

Risikotoleranz bedeutet salopp gesagt wie gut man mit seinem durch die gewÀhlte Asset-Allokation bestimmten Ausgesetztsein in die MarktvolatilitÀt schlafen kann .

Hier ein Szenario um ein GefĂŒhl fĂŒr das Risiko zu bekommen: Asset-Allokation 60% risikobehaftete Aktien mit Renditeerwartung 5,2% und 40 % risikoarme Anleihen mit Renditeerwartung 0%. Daraus ergibt sich bei einer langfristigen Anlage eine erwartete Rendite von 3,12 % nach Inflation, vor Kosten und Steuern (0,6 x 5,2 % + 0,4 x 0,0 % = 3,12 %). Entsprechend der Faustregel, wonach der sich der Wert des Aktienanteils in einer Krise halbieren kann, mĂŒsste man temporĂ€re RĂŒckschlĂ€ge von 30 % verkraften (60 / 2 + 40 = 70).

RiskotragfÀhigkeit beschreibt das eigene finanzielle Potential um die Auswirkungen von möglichen Verlusten auszugleichen: Humankapital, vorhandene Geldmittel, Renten, Immobilien, (Acker)-Land) sowie das verbleibende Sparpotential und Investitionspotential. So kann z.B. der finanzielle Spielraum durch die Finanzierung eines Eigenheimes reduziert sein.

Siehe Tool zur Beurteilung der eigenen Risikotoleranz

Grundhaltungen/GlaubenssÀtze

Wohl jeder hat tief verwurzelte Grundhaltungen (GlaubenssĂ€tze) zum Leben und so auch zu Finanzen. Viele davon sind nachvollziehbar, auch wenn andere sie nicht teilen und die Welt ganz anders sehen. Einige beruhen jedoch Mythen oder Missinformation und können zu Entscheidungen entgegen der eigenen Interessen fĂŒhren. Manche Grundhaltungen verfĂŒhren zu einer dramatisierenden Weltsicht, die mitnichten der RealitĂ€t entspricht. Zu einer offeneren, neugierigeren und entspannteren Einstellung, in der das eigene Teilen von Ansichten, Urteilen und Entscheiden möglichst auf soliden Fakten basiert können die Publikationen von Hans Rosling beitragen. Er rĂ€umt per Statistiken mit unseren Vorurteilen auf siehe sein Buch Factfulness(*), beispielhafter Vortrag.

Aus der Forschung zur Behavorial Finance sind die fĂŒr die Finanzgestaltung u.a. die problematischen Eigenschaften SelbstĂŒberschĂ€tzung und Zeitinkonsistenz gut belegt. Siehe auch 13 Denkfehler im Umgang mit Geld – und wie Du sie vermeidest.

SelbstĂŒberschĂ€tzung (Overconfidence Bias): Wir ĂŒberschĂ€tzen unsere FĂ€higkeiten generell und speziell im Vergleich zu anderen. Wir unterschĂ€tzen die Wahrscheinlichkeit, dass unser vermeintliches Wissen falsch sein könnte. SelbstĂŒberschĂ€tzung kann zu ĂŒbermĂ€ĂŸig hĂ€ufigem Ändern der Anlagestrategie fĂŒhren – “Hin und her macht die Taschen leer”.

Zeitinkonsistenzen: Viele bevorzugen kurzfristige Erfolge auch wenn rein rational lĂ€ngerfristige Strategien besser wĂ€ren. Solchen Personen kann z.B. der Zwangsspareffekt bei der Finanzierung von Immobilien helfen oder die Selbstverpflichtung eines Sparplans gegenĂŒber aktiven Einzelanlagen.

FĂŒr weitereMechanismen siehe Verhaltens-Mechanismen von Anlegern (Behavorial Finance).

Hier interessante lange Listen Kognitiver Verzerrungen in Wikipedia (DE) und Wikipedia (EN) – die englische Liste ist umfangreicher.

Quelle: The Cognitive Bias Codex – 180+ biases, designed by John Manoogian III

Ein prima Buch: Hörensagen: Die Kunst der Wahrheitsfindung in einer faktenfeindlichen Welt.

Hier exemplarisch ein paar GlaubenssÀtze:

AuffĂ€llig und gegen die eigenen Interessen ist die prinzipiell kritische Grundhaltung der Deutschen zu Aktien „Aktien sind zu risikoreich“, siehe 1. Anlageinstrumente zur Finanzgestaltung fĂŒr den Ruhestand – Aktien.

Die Rente ist unsicher und ich bekomme sowieso nicht das was mir eigentlich zusteht”, siehe Mythen und Fakten zur gesetzlichen Rentenversicherung (DRV)

Ich verdiene zu wenig zum Investieren. Aktien sind nur was fĂŒr Reiche”. Mit einem Aktien-ETF-Sparplan von 50€/Mon kann in 40J bei 5% inflationsangepasster Rendite ein Vermögen von 70T€ erwarten. Bei 200€/Mon in diesen Sparplan, statt sie mit Tabak zu verrauchen, kommt man schon auf 280T€. Wenn ein Finanzprodukt nur was fĂŒr Reiche ist, dann sind das eher Immobilien oder (Acker)-Land, siehe 1. Anlageinstrumente zur Finanzgestaltung fĂŒr den Ruhestand – Immobilien.

Vorsicht! mit Meinungen, insbesondere “alternativen Fakten”. Es ist eben nicht so, dass jede Meinung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen gleichwertig ist. Siehe ieles kann man eben nicht einfach so oder so sehen – False Balance.

Arbeitsplatzsicherheit

Die Sicherheit Sicherheit des Arbeitseinkommens ist ein Aspekt der RisikotragfÀhigkeit. Sie ist eher in der Vermögensaufbauphase wichtig. In jungen Jahren oder wenn man eine Familie zu versorgen hat ist eine BerufsunfÀhigkeitsversicherung erwÀgenswert, siehe Wichtige Versicherungen.

Arbeitsplatzsicherheit lĂ€sst sich nicht durch Auswahl eines „guten“ Unternehmens erreichen (außer der Entscheidung fĂŒr eine Beamtenlaufbahn). Egal ob ein Unternehmen groß oder klein ist und wie gut auch immer es aktuell gefĂŒhrt ist: Dinge können sich Ă€ndern. Die einzige Sicherheit ist das eigene Humankapital, also eine gute Ausbildung, vielfĂ€ltige Erfahrungen sammeln, permanent lernen und lernfĂ€hig bleiben und meiner Meinung nach sollte man auch nicht allzu lange im selben Unternehmen bleiben, sondern immer so nach spĂ€testens 5J wechseln. Je unsicherer die Einkommenssituation desto flexibler muss der Finanzplan sein, das ist z.B. bei der Entscheidung fĂŒr die Finanzierung einer Immobilie wesentlich.

Absehbare hohe Ausgaben

Absehbare hohe Ausgaben wie fĂŒr eine neues Auto lassen sich mit einem eigenen Tagesgeld-Konto planen und darin ansparen. Das erscheint mir ĂŒbersichtlicher als sie mit irgendeinem Anteil im Ausgabenbudget anzunehmen.

Know-How, eigene FĂ€higkeiten, Interesse fĂŒr Finanzielles

Das eigene Interesse fĂŒr Finanzielles hat große Auswirkungen auf jede Finanzplanung. AbhĂ€ngig davon wĂ€hlt man zwischen komplexen, interessanten, aufwendigen Lösungen und einfachen die sich leicht automatisieren lassen.

Interesse vorausgesetzt kann jeder ausreichendes oder auch tiefes und breites finanzielles Know-How aufbauen. Auch bei wenig Interesse kommt man um solides Grundwissen nicht herum. Dieses sollte m.E. auch in den Schulen vermittelt werden. Dieser Blog versucht etwas dazu beizutragen. Jeder sollte wenigstens so viel Know-How haben um seine eigenen Finanzen zu verstehen. Bei wenig Interesse oder Know-How entscheidet man sich halt fĂŒr einfache Lösungen wie den Arero-ETF, siehe 3. (Entnahme) Szenarien zur Anlagestrategie fĂŒr den Ruhestand-Arero.

Einfachheit der Umsetzung

Einfachheit der Umsetzung in wesentlich, wenn es an Know-How oder Interesse an Finanziellem mangelt oder man mit einem Nachlassen der eigenen FĂ€higkeiten rechnet.

Mit zunehmendem Alter können sich Möglichkeiten und Perspektiven verschieben: FĂ€higkeit oder Lust zum Arbeiten können nachlassen. Die geistige FĂ€higkeit zum Managen der eigenen Finanzen kann nachlassen. Vielleicht lĂ€sst generell die FlexibilitĂ€t nach oder die Bereitschaft seine LebensumstĂ€nde sich Ă€ndernden finanziellen Möglichkeiten anzupassen sinkt und man möchte ein verlĂ€sslicheres Einkommen als in jĂŒngeren Jahren. Andererseits kann manchem das Finanzmanagement aber auch gerade im Alter einfach Spaß machen – ein schönes Hobby sein welches den Geist wach hĂ€lt.

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