Infos und Anregungen zu "Im Ruhestand die Welt bereisen"

Kategorie: IT

Windows 11 ist (noch?) nix für mich

Habe heute testweise die finale Version von Win11 auf meinem Notebook Lenovo X1 Tablet gen 3 installiert.

Ich bin generell sehr offen mich auf neue Versionen von Software einzulassen – war einer der wenigen welche gut mit Win8 zurecht kamen.

Win11 läuft auf meinem Notbook gefühlt flotter als Win10. Ich komme mit der simpleren Bedienoberfläche gut zurecht.

Zum Glück kann man die Taskbar linksbündig konfigurieren – zentriert verändern die Icons nervig ihre Position wenn neue hinzukommen. Ausserdem finde ich die Zentriererei hässlich.

Win11 ist in seiner aktuellen Version für mich nicht geeignet:

  • Man kann nur 1 Wetter-Widget haben.
    Ich bevorzuge aber das Wetter mehrerer Reiseziele gleichzeitig nebeneinander zu sehen.
  • Mich nervt, dass das Widget Panel nicht Fullscreen ist.
    Keine Ahnung was sich die Entwickler dabei gedacht haben, zumal die Pane nicht mal verschiebbar ist um gleichzeitig Infos anderer Apps zu sehen.
  • Generell habe ich die Win10 Live Tiles lieber als die Win11 Widgets.
  • Boxcryptor “Mount with Windows Mount Manager” funktioniert nicht.
    Damit funktioniert das Windows Indexing von mit Boxcryptor verschlüsselten Dateien nicht und Dateien ohne Index fürs suchen halte ich für unbrauchbar. Siehe Datenschutz (Ende-zu-Ende Verschlüsselung, …).

Hier ein Win10 Start Screen in Fullscreen Mode mit mehreren Wetter-Tiles, Mail, Kalender, Währungen und verschiedenen Tasks aus der MS To Do App:

Win10 Start Screen

Hier das für mich nicht geeignete Win11 Widget Panel:

Win11 Widget Panel

Nützliche Android Apps

Hier Android-Apps die ich besonders hilfreich finde.

Habe alle nur aus dem Google Play Store installiert – nix sideloaded.

Habe übrigens für meine alten Augen in Android die Schrift etwas größer gestellt, an 2 Stellen: Font size auf “largest” und Display size auf “large” – damit passt das für mich prima. Und ich habe natürlich kein ablenkendes Hintergrundbild sondern einen einfarbigen Hintergrund mit gutem Kontrast zur Schrift.

Zu Einstellungen für Notfälle siehe Vorsorge für Notfälle.

1Password
Password Manager, synchronisiert über alle Devices (PC, Notebook, Handys).
Automatische Eingabe von Credentials auf Websites und in Apps.

BoxCryptor
Zum Verschlüssen von Daten in der Cloud (OneDrive, Google Drive, DropBox, ….).
Ich nutze aktuell nur noch OneDrive und OneDrive for Business.
Siehe Datenschutz (Ende-zu-Ende Verschlüsselung).

OneDrive (for Business)
MS Cloud Storage.

Bitdefender Antivirus free
Extra Antivirus zusätzlich zum eingebauten vom Play Store ist zwar eigentlich überflüssig.
Aber diese Bitdefender Version ist kostenlos und frisst nur nach Installs/Updates Leistung.

DKB Banking
DKB Tan 2Go
PayPal
Siehe Kontenmodell (für lange Auslandsaufenthalte).

CoinCalc
Gut bedienbarer Währungsrechner. Insbesondere das zugehörige Multi-Widget. Damit sieht man mehrere Währungen gleichzeitig und kann ohne Umständlichkeiten bei jeder Währung direkt einen Betrag eingeben der sofort in alle anderen Währungen umgerechnet wird.

CoinCalc Multi-Widget

Google Maps
Ist seit Juli 2021 sogar mit den Verbindungen der deutschen Bahn integriert.

Google Drive
Standardmäßig ist auf Android kein File Manager installiert.
Braucht man auch nicht oft weil man auf dem Handy selten Dateizentriert arbeitet.

Firefox
Übernimmt automatisch die auf dem Desktop konfigurierten Add-Ons.
Man kann schön Tabs zwischen Handy und PC verschicken (zum dort Weiterlesen). Leider lässt sich Firefox unter Android zwar als Standard-Browser konfigurieren, aber nicht als Ersatz für Googel WebView – Links aus dem Google Feed landen also erst mal in WebView und dort kann man dann “View in Firefox “wählen.
Siehe Recherchieren – Warum, Wie und Womit.

DLF Audiothek
Spielt auch Live Streams von Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova.

Reddit
Auf Reddit gib’s immer was interessantes zu lesen. Und meist so kein Geschwurbel wir auf andern sozialen Plattformen, siehe Vieles kann man eben nicht “einfach so oder so sehen” – False Balance.

Private Internet Access (PIA)
VPN. Ist zwar seit HTTPS-überall nicht mehr so wichtig. Nutze es aber trotzdem wenn ich was sicherheitskritisches wie Banking in einem freien WLAN mache.
Siehe Datenschutz (Ende-zu-Ende Verschlüsselung).

DB Navigator
Für den Fahrplan der deutschen Bahn und zum Tickets kaufen.

Google Fit
Aktivitäts-Tracker. Finde ich gut zum Kardio-„Training“ überwachen. Teilt einem über sog. Heart Points mit ob man sich je Tag und Wo genug angestrengt hat.
Siehe Fitness Geräte, Schwimmbrille und Apps.

TripIt, Tripcase, Rome2Rio, Uber, Grab
Fürs Reisen.
Weitere Apps zum Reisen siehe Flüge, Bahn, Bus planen und buchen.

Google Play
Ist extrem praktisch beim Zahlen mit Kreditkarten. Das Personal/Geschäft bekommt keine Kreditkarteninfos mehr zu sehen.
Ich verwende zum Entsperren meines Handy den Fingerprint-Sensor: Ist sehr komfortabel aber wohl etwas unsicherer als eine PIN.
Siehe Kontenmodell (für lange Auslandsaufenthalte).

WhatsApp
Ein Messenger mit dem sich auch gut kostenlos telefonieren lässt

Signal
Ist wohl derzeit der sicherste Messenger Dienst.
Habe ich installiert, nutze ihn aber nicht.
Siehe Datenschutz (Ende-zu-Ende Verschlüsselung).

Viber, Line
Weitere Messenger nutze ich je nach Verbreitung im Reiseland, z.B. Viber in Bulgarien, Line in Thailand.

Skype
Damit telefoniere ich immer noch am liebsten. Man kann für wenig Geld Leute anrufen die kein Internet haben (über deren Handy- oder Festnetznummer). Habe auch eine deutsche Skype Festnetz-Nummer über die ich weltweit vom Handy oder Festnetz erreichbar bin.
Siehe Nützliche Apps.

Kindle Reader
Zum eBooks lesen wenn mal keine Kindle eBook Reader zur Hand ist.
Siehe Recherchieren – Warum, Wie und Womit.

Nine E-Mail und Kalender
Mein lieblings E-Mail Client – hat spezifische Vorteile für mich. Die kostenlosen Apps Gmail oder Outlook sind aber auch OK. Auf meinem ersten Home Screen habe ich Widgets von Nine für E-Mail und Kalender platziert. Zusätzlich verwende ich ein Full-Page Kalender Widget.

Nine Widgest für E-Mail und Kalender

Das obige Bild zeigt auch die Temperatur aus der Google Weather App. Durch einen Klick darauf sieht man die Wetter-Details. Diese Darstellungen der Standard Google Weather App sind mindestens so gut wenn nicht besser als die der kommerziellen Apps. Aber leider bietet sie keine Widget.

AccuWeather Widget
Das AccuWeather Widget finde ich schön übersichtlich:

Oben das AccuWeather Widget. Unten zwei Währungs-Widgets des Xe Cuttency Converter

Home Agenda Widget
ToDo Widget um meine anstehenden Task möglichst übersichtlich zu sehen.
Pflegen tue ich meine Tasks in MS Outlook.

Home Agenda Widget für Tasks

Nina
Die Warn App des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Corona Warn App
Dort sind auch meine Impf-Zertikfikate gespeichert.

SafeVac
Damit melde ich Nebenwirkungen meiner Corona Imfpungen ans Paul Ehrlich Institut.

Pollenflug

MS Authenticator
Für Zwei-Faktor-Authentifiziereung.
Siehe Datenschutz (Ende-zu-Ende Verschlüsselung).

Google Clock
Als Wecker.

Google Übersetzer App. Die Google Translate App übersetzt eingetippte oder kopierte Texte, Gesprochenes, Texte auf Bildern (z.B. Straßenschilder) und Sprache sogar synchron beim Unterhalten.

Google Podcasts
Es gibt unzählige interessante Podcasts.

NetSpot
WiFi Analyzer um das beste WLAN zu finden.

AusweisApp2
Zum Authentifzieren mit dem Personalausweis via Handy (ohne Kartenlesegerät).

Datensicherheit (Backups, Cloud-Sync)

Dieser Post beschränkt sich auf Windows. Mit Apple und Unix habe ich keine Erfahrung.

Auf in Zeiten von mit Cloud-Speichern synchronisierten Daten haben traditionelle Backups (auf lokale Medien oder in die Cloud) weiterhin ihre Berechtigung. Ich halte Cloud-Speicher zwar für generell ausfallsichererer als eigene lokale Lösungen aber Synchronisation schützt nicht gegen versehentliches Löschen von Daten (weil auch das Löschen synchronisiert wird), sie bietet nur begrenzte Point-in-Time Recovery, nur begrenzten Schutz gegen Ransomware und keine Wiederherstellung zerstörter Windows-Installationen. Auch gehören private Daten nur in die Cloud wenn sie Ende-zu-Ende verschlüsselt sind, siehe Datenschutz (Ende-zu-Ende Verschlüsselung).

Ich habe viele Backup-Tools ausprobiert. Die besten Erfahrungen habe ich mit Windows 7 Backup und Macrium Reflect gemacht. Das standard Backup-Feature von Windows 7 ist auch in Windows 10 weiter verfügbar als “Backup and Restore (Windows 7)”. Es ist robust und unterstützt sogar EFS-verschlüsselte Dateien. Aktuell nutze ich das kommerzielle Macrium Reflect. Für viele Anwendungsfälle ist dessen kostenlose Version ausreichend. Die Free-Version untersützt zwar keinen File- und Folder-Backups sondern nur Image Backups aber aus diesen lassen sich auch einzelnen Dateien wiederherstellen. Von Acronis bin ich abgekommen weil immer unzuverlässiger und verbastelter wurde.

Windows File History ist halbgar. Es unterstützt z.B. keine EFS-Dateien und funktioniert leider nicht zusammen mit BoxCrypter. Tools wie BoxCryptor sind aber unverzichtbar solange Cloud-Speicher keine Ende-zu-Ende Verschlüsselung bieten.

Mit allen Sync- und Backup-Tools sollte man nach Erstinstallation und turnusmäßig Restores testen, denn jede Kopie ist wertlos wenn sie sich nicht verlässlich wiederherstellen lässt.

E-Mails, Kalendereinträge und Tasks müssen bezüglich Backups gesondert betrachtet werden. Zum Restore von Outlook PST-Dateien muss man diese in Outlook importieren. Einfaches Kopieren in das Outlook-Verzeichnis führt zu Problemen. Zusätzlich zu Backups lasse ich meine E-Mail automatisch an einen zweiten E-Mail Hoster weiterleiten und mein Outlook-Kalender wird mit meinem Google-Kalender synchronisiert (auch damit die Standard Contatcts- und Calendar-Apps auf Android aktuelle Daten zeigen.).

Mit Backup-Tools lassen sich nicht nur Kopien von Dateien sichern sondern auch System-Images sicheren und damit ein zerstörtes Windows wiederherstellen. Zuletzt habe ich das benutzt um meinen Notebook nach Unzufriedenheit mit dem aktuellen Windows 11 wieder auf Windows 10 zurückzusetzen.

Mit OneDrive Folder Backup lassen sich die Verzeichnisse Desktop, Documents, and Pictures automatisch auf OneDrive speichern. Damit sind sie nicht nur ausfallsicherer gespeichert sondern stehen auch auf allen mit dem selben Microsoft Account angemeldeten Gerät zur Verfügung. Folder Backup lässt sich über das OneDrive Setting “Backup” konfigurieren.

Recherchieren – Warum, Wie und Womit

Schwurbel Revue 🙂

Hier einige Anregungen und Tipps zum Recherchieren.

Bücher
Arbeitsplatz, Geräte
Web-Browser
Suchen, Such-Muster/Operatoren
Archivieren
Tails

Ich unterscheide zwischen recherchieren und browsen/surfen. Mit Recherchieren meine ich nicht simples Suchen, wie nach den Öffnungszeiten des Griechen, oder exploratives Browsen/Surfen durch Artikel auf einer Website oder durch die Posts eines Forums. Beides mache ich natürlich auch, bin mir aber immer bewusst mich damit in einer Info-Blase zu befinden und je nach Anonymität meiner Suchen diese Blase zu verstärken. Besonders augenfällig ist die ausgesprochen schnell reagierende Wirkung solcher Filter z.B. beim Browsen durch den Google News-Feed auf einem Android-Handy. Siehe Vieles kann man eben nicht “einfach so oder so sehen” – False Balance. Zum zielgerichteten Recherchieren nutze ich Bücher und Suchmaschinen in Web-Browsern.

Zusätzlich informiere mich über (internationale) Nachrichtensender, Talk-Shows, TV-Dokus, YouTube, und den Austausch per E-Mail, Chats, Telefonate mit Freunden und wenige, ausgewählte Foren. Als Nachrichtensender nutzte ich hauptsächlich Deutschlandfunk (ausgesprochen guter und häufig sehr kritischer Journalismus), ARD, ZDF, Arte, Phoenix, Mediatheken, BBC, European Commission’s Audiovisual Service, CNN, Al Jazeera und Bloomberg. Auf Reisen schaue ich auch mal länger bei FOX rein um zu sehen was völlig Andersdenkende gerne so sehen – obwohl das meist schwer erträgliche, einseitige und abwegige Propaganda ist. Um zu sehen, wie Propaganda, welche sich den Anschein objektiver Berichterstattung zu geben versucht aktuell so betrieben wird, schaue ich auch immer mal beim russischen RT rein. Ich habe Accounts in einigen sozialen Medien, nutze aber nur wenige Gruppen/Kanäle in Facebook, Reddit und Twitter. Zeitungsartikel (in der Süddeutschen und Zeit) und Berichte in Magazinen (Spiegel oder Focus) lese ich nur selten und immer nur digital.

Besonders gut finde ich die Audiothek App des Deutschlandfunks. Diese streamt auch die aktuellen DLF-Programme.

Neben dem Finden von Informationen kommt es sehr auf das Einordnen und Verstehen an. Wir Menschen haben eine sehr eingeschränkte Sensorik mit der wir nur einen kleinen Teil der Realität wahrnehmen. Welche Wirklichkeit wir aus dieser Wahrnehmung konstruieren ist wesentlich von unseren Erfahrungen, Vorurteilen und unserem Weltbild bestimmt. Ein prima Buch dazu: Hörensagen: Die Kunst der Wahrheitsfindung in einer faktenfeindlichen Welt(*). Und Erzählende Affen: Mythen, Lügen, Utopien – wie Geschichten unser Leben bestimmen | Vom Patriarchat bis zur Klimakrise: Narrative prägen die Welt(*)

Sehe auch Grundlagen zur Finanzgestaltung für den Ruhestand und Welt-System-Crash – Welcher kommt wann? Was tun?. Erschreckend finde ich, dass offenbar viele 15-jährige Schüler nicht einmal generell Fakten von Meinungen in Texten unterscheiden können.

Bücher

Heutzutage hat man sehr leicht und schnell Zugang zu Büchern. So lässt sich ein Kindle(*) EBook in ein paar Sekunden kaufen und über den Amazon Cloud-Reader sofort lesen. Zur Unterhaltung lese ich fast nur auf meinem Kindle. Sachbücher dagegen lese ich fast nie auf dem Kindle, denn EInk-Reader bieten zwar eindeutig das beste Leseerlebnis, aber mit den Reader-Apps (Web, PC) lässt sich viel komfortabler in EBooks suchen, blättern und Texte nebeneinander stellen.

Auf andere Plattformen außer Amazon Kindle bieten sofortigen Zugriff auf EBooks und Reader-Apps, z.B. Tolino.

Arbeitsplatz, Geräte

Auf einem Handy oder Tablet lässt sich nicht ordentlich recherchieren. Zum Recherchieren braucht man Überblick über größere Textpassagen, muss komfortabel suchen und hin und her springen können und man muss Texte nebeneinander legen können. Dazu braucht man einen ausreichend großen Monitor – am besten mehrere Monitore. Mit mehreren Monitoren kann man auch schön Links aus einem Browser-Fenster auf einen anderen Monitor ziehen. Die Dauernutzung von Trackpads und Tastaturen an Notebooks ist unkomfortabel und führt zu physischen Schäden, man also braucht unbedingt eine externe Tastatur und Maus, siehe Gute Elektronik und Zubehör.

Hier mein aktueller Arbeitsplatz in Deutschland, siehe Zeugs fürs Nest.

Die gesamte Hardware lässt sich wahlweise von meinem alten Desktop treiben oder (auf Reisen) von meinem Thinkpad 2-in-1 Notebook. Im Handyständer steht mein Kindle, weil ich das Foto mit dem Handy machte. Rechts hinten steht mein Thinkpad hochkant in seinem Ständer. Besonders wichtig sind mir mindestens 2 Monitore – davon einer Hochkant zum Lesen längerer Texte.

Zu Home-Office-Zeiten wäre mir dieser Schreibtisch zu klein gewesen dazu bevorzugte ich 2×1 m. Jetzt im Ruhestand ist die Größe gerade richtig – auch aus gesundheitlichen Gründen, weil er zum Aufstehen motiviert um z.B. mal einen Ordner zu wälzen.

Web-Browser

Ich bevorzuge generell Firefox auf Windows als Browser. Damit Windows nicht doch manchmal den Edge-Browser dazwischenfummelt verwende ich EdgeDeflector.

Das folgende Bild zeigt einige meiner Anpassungen in Firefox:

Anpassungen meines Firefox-Browsers mit Web-Seite im Lesemodus
  • Search-Box in Ergänzung zur standardmäßigen OneBox.
    Durch Eingaben in der OneBox kann man zwar auch suchen, aber mit der Auswahl eines Ergebnisses gehen die Suchbegriffe verloren. Sucht man dagegen mit Eingaben in der SuchBox dann bleiben die Suchbegriffe stehen und man kann diese leicht ändern oder mit denselben Begriffen in anderen Suchmaschinen suchen, indem man einfach auf das Icon einer anderen Suchmaschine, z.B. Brave, klickt.
  • Mozilla Pocket speichert Kopien von Artikeln. Mit Add to Pocket kann man Kopien interessierender Artikel speichern und dabei mit einem Tag versehen. Mit Schow Pocket List kann man nach den gespeicherten Artikeln suchen und deren Kopie oder Orignal anzeigen. Den Button “Show Pocket List” habe ich mit dem FF Add-On View Pocket List erzeugt, weil diese Funktion im aktuellen FF fehlt.
  • Ich finde Zoom-Icons in der Toolbar praktisch. Klar kann man wie überall auch mit CRTL+/- zoomen, aber mit einem Klick auf den Prozentwert zoomt man schnell wieder auf 100%,
  • Die Reading View erleichtert das Lesen längerer Texte durch Ausblenden von überflüssigem und fürs Lesen angenehme Farben.
  • Drag-Space. Die standardmäßig vorhandenen Drag-Spaces nutze ich zum Verschieben des Browser-Fensters auf einen anderen Monitor. Die Title-Bar kostet mir dafür zu viel Platz und die praktische dünne drag-space Area früherer Firefox-Versionen funktioniert im aktuellen FF nicht mehr.
  • Für das Suchen auf der aktuellen Website habe ich ein Icon in der Toolbar oder verwende CTRl+F.

Neben dem in D meist genutzten Google gibt es viele alternative Suchmaschinen wie Bing, Ecosia, DuckDuckGo, Startpage, Yahoo, Swisscows, Searx, Youtube, Wikipedia (EN), Wikipedia (DE), Yandex, Baidu, WoframAlpha, Amazon, Quant und MetaGer. Interessante neue Suchmaschinen sind Brave Search und Neeva. Die meisten Suchmaschinen bilden keinen eigenen Index, sondern greifen auf den von Google oder/und Bing zurück, umgehen aber deren Priorisierungen der Suchergebnisse und deren Datensammelei.

Wenn man auf die Website einer neuen Suchmaschine browst, dann zeigt die Firefox Search-Box ein “+” an, mit welchem man diese Suchmaschine leicht zur Liste der angebotenen hinzufügen kann. Aktuell habe ich folgende Suchmaschinen konfiguriert:

Gute Suchmaschinen für soziale Medien sind mir nicht bekannt. Für Hinweise dazu wäre ich dankbar.

Mir wichtige Browser Add-Ons sind:

  • uBlock Origin
    Ich nicht prinzipiell gegen Werbung mit der Leute Ihre Websites finanzieren. Leider wir das aber von den Werbetreibenden auf das wiederlichste missbraucht, weshalb ich Werbung möglichst komplett blocke und nur auf einigen wenigen Seiten zulassen.
  • I don’t care about cookies
    Das schützt nicht vor Cookies. Vermeidet aber die lästige Zustimmerei.
    Also das u.g. Tracking Protection “Strict” erwägen.
  • 1Password
    Ohne Password-Manager ist es unmöglich gute Passwörter für wichtige Websites zu haben. Siehe auch Datenschutz (Ende-zu-Ende Verschlüsselung.
  • SingleFile
    SingleFile speichert eine komplette Seite mit Bildern als eine einzige HTML-Datei. Diese kann man dann nach Belieben ablegen oder Teilen.

Für mehr Kontrolle über unsere Daten gibt es u.a. folgende Möglichkeiten, siehe auch c’t 14/2021, S. 22: Einfach nur surfen – Surfen ohne Cookies, Tracking und Reklame.

  • Firefox Enhanced Tracking Protection auf “Strict” setzen.
    Damit funktionieren aber einige Features mancher Websites nicht, z.B. werden die Bilder zu Amazon-Links in diesem Blog nicht angzeigt. In meiner Erfahrung kann man aber gut mit diesen Einschränkungen leben.
  • Browser Add-On DuckDuckGo Privacy Essentials
  • Firefox Add-On Multi-Account Containers
    Erlaubt Websites in Cookie-Containeren wie Privat, Arbeit, Banking laufen zu lassen. Das Einrichten dieses Add-Ons benötigt etwas Aufwand.
    [Mit diesem Add-On bin ich selber noch am experimentieren]
  • FireFox Add-On Temporary Containers
    Wegwerf-Cookies für Websites die keinem der o.g. Container zugeordnet wurden.

Google möchte zukünftig personenspezifische Cookies durch eine angeblich anonyme Lösung mittels Federeated Learning of Cohorts ersetzen. Damit liefert der Browser die Werbung und nicht mehr die Website. Diese Lösung wird von der Werbewirtschaft und Site-Betreibern kontrovers diskutiert. Setzt sie sich durch dann brauchen wir uns nicht mehr mit Cookies zu beschäftigen.

Ich nutze Firefox auch auf meinen Android Handys. Leider lässt sich Firefox unter Android zwar als Standard-Browser konfigurieren, aber nicht als Ersatz für Googel WebView – Links aus dem Google Feed landen also erst mal in WebView und dort kann man dann “View in Firefox “wählen. Firefox bietet die Möglichkeit Browser-Tabs zwischen Geräten hin und her zu schicken. Damit lässt sich z.B. eine auf dem Handy gefundenen Website auf dem PC weiterlesen. Die Übergabe solcher Tabs funktioniert blitzschnell.

Hat man unübersichtlich viele Windows gleichzeitig geöffnet kann man alle bis das das fokussierte mittels Aero shake ausblenden (und wieder einblenden). Dazu einfach die Titelleiste mit der Maus packen und schütteln.

Zensurfreie DNS Server finden sich z.B. hier:
https://digitalcourage.de/support/zensurfreier-dns-server

Such-Muster/-Operatoren

Zum Suchen sind Suchmuster/Suchoperatoren hilfreich, siehe.
Google refine web searches
Insightful tips to help you use Google Search the right way!
Google Search Operators: The Complete List (42 Advanced Operators)

Jeder solle zumindest folgende Suchmuster kennen:

  • Suche nach exaktem Text mit : “”
    z.B. “nach Hause marschieren”
  • Ausschließen von Begriffen mit: –
    z.B. deutsche filme -youtube
  • Wildcards: *
    z.B. Avengers * of *
  • Suche inkl. Synonyme: ~
    z.B. folgen von ~saufen
  • Nur auf bestimmter Website suchen mit: site:
    z.B. site:finanzwesir.com ETF

Es kann hilfreich sein die Sprache der Suchergebnisse zu erweitern. Ich suche meist in Englisch und Deutsch.

Manche Suchmaschinen haben eine erweiterte Suchseite, z.B. Google Advanced Search.

Übrigens gibt es auch erweiterte Suchfunktionen und Suchmuster für Outlook und den Windows File Explorer.

Falls man über Google gesucht hat kann man seine früheren Aktivitäten mittels Google My Activity durchforsten.

Mit der Bilder-Suche von Suchmaschinen z.B. Google Images lässt sich das Internet leicht nach ähnlichen Bilder durchsuchen.

In der Historie des Browsers kann man nach früheren Recherchen suchen.

Mit der Wayback Machine lassen sich alte Versionen von Websites anzeigen und so Änderungen vergleichen. Mit web.archive.org/save kann man sogar die Speicherung eines Snapshots einer Website anstoßen.

Archivieren

Texte und Textausschnitte lassen sich gut in OneNote speichern. Dabei ist sehr hilfreich, dass beim Reinkopieren automatisch ein Link zur Quellseite mitgespeichert wird.

Websites und Artikel lassen sich mit Firefox Pocket, SingleFile und Adobe Convert to PDF archivieren.

Rein hierarchisches Gruppieren von Infos (z.B. in Ordnern im Dateisystem oder E-Mail Client) behindert die Kreativität und schränkt den Informationswert ein. Besser ist es Tags zu verwenden und komplexes Suchen zu lernen. Tags werden u.a. unterstützt von GMail (labels), Pocket (tags), Firefox Bookmarks (tags), Apple Mail (flags), Outlook Mail (categories).

Auch das häufig empfohlene Aufräumen des Posteingangs in Unterordner halte ich überflüssig – ja kontraproduktiv. In meinem Posteingang sind aktuell 64.000 E-Mails und das bereitet keinerlei Probleme – es ist im Gegenteil ein Informationsschatz in welchem ich bequem suchen kann. Siehe auch How to Tag Your Emails For Maximum Searchability. Ich habe aber kaum Ungelesenes im Posteingang und Uninteressantes lösche ich sofort. Viele versuchen sich wohl durch Organisieren und Sortieren vor der eigentlichen Arbeit zu drücken. So fasse ich auch meine meiste Briefpost nur einmal an: Hole sie aus dem Briefkasten und mache jede Sendung sofort auf oder schmeiße sie weg. Was sehr wichtig ist oder sehr schnell zu erledigen bearbeite ich dann sofort, z.B. eine kurze Antwortmitteilung schreiben, eine Kopie für die Steuern scannen. Was Zeit hat oder aufwändig ist kommt in meinen Eingangskorb. Damit entstehen bei mir nie hohe Stapel mit unbearbeitetem Zeugs, wie ich sie häufig bei andern sehe.

Zum Sortieren von Gedanken ist ein Whiteboard hilfreich, siehe Zeugs fürs Nest.

Zum Veranschaulichen von Zusammenhängen sind Mindmaps hilfreich, siehe Mindmeister. Diese sollten nicht zu aufgeräumt sein (gerade Linien und so) weil das kreative Bereiche unseres Gehirns ausschließt.

Zum Entdecken von Radiosendern Weltweit ist Radiogarden interessant.

Radiogarden – Explore live radio by rotating the globe

Tails Linux mit Tor

Zum möglichst anonymen und ungefilterten recherchieren bietet sich Tails an. Tails ist eine auf Tor setzende Linux-Distribution für Privatsphäre und Anonymität. Es wird typischerweise nicht aus einem Host-Betriebssystem gestartet, sondern stand-alone von einem USB-Stick oder einer DVD.

Tails Desktop

Tails beinhaltet u.a.:

  • Tor Browser with uBlock, a secure browser and an ad-blocker
  • Thunderbird, for encrypted emails
  • KeePassXC, to create and store strong passwords
  • LibreOffice, an office suite
  • OnionShare, to share files over Tor

[ *) Dieser Post enthält Affiliate Links. Das kostet dich nichts, bringt mir aber etwas Einkünfte.]

Datenschutz (Ende-zu-Ende Verschlüsselung, …)

Die Meinung, daß Daten Zuhause gespeichert generell sicherer seien als in der Cloud teile ich nicht. Auch viele kleine Unternehmen überschätzen die Sicherheit ihrer in-house IT: Die Software-Sicherheit, aber nicht zuletzt auch die die physische Sicherheit. Bei manchen Unternehmen braucht man bloß eine Scheibe einzuschlagen und kann Speichermedien oder Server einfach wegtragen – auch ist ihnen nicht bewußt was ein verärgerter Administrator (z.B. nach Kündigung) anrichten kann.

Generell ist die heute verfügbare Verschlüsselung heute und in absehbarer Zukunft auch gegen hochgerüstete Hardware und Software sicher.

Einzelne Dateien oder Verzeichnisse verschlüsseln

Einzelne Dateien oder Verzeichnisse kann man mit 7-Zip , VeraCrypt oder Windows EFS verschlüsseln. Die meisten Backup-Tools (z.B. das Windows-eigene File History) unterstützen Backup/Restore von EFS-verschlüsselten Dateien nicht, siehe Datensicherheit (Backups, Cloud-Sync).

Einzelne Office-Dokumente lassen sich mit den zugehörigen Office-Apps, z.B. Word verschlüsseln.

Lokale Datenträger verschlüsseln

Ganze Datenträger kann man mit VeraCrypt oder BitLocker verschlüsseln. BitLocker ist das Standard Verschlüsselungs-Feature von Windows 10. Ich verschlüssele die Datenträger von PCs und insbesondere von Notebooks mit BitLocker.

Bein neuen PC ist häufig der Systemdatenträger mit BitLocker verschlüsselt ohne daß dies dem Nuzer bewußt ist. Dabei ist der BitLocker Recovery Key im MS Account in der Cloud gespeichert. Man kann in diesem Fall BitLocker so umkonfigurieren dass nur der Nutzer Zugriff auf den Key hat: Key auf USB-Stick speichern oder ausdrucken und aus dem MS Account löschen. Damit ist aber der Nutzer selbst dafür zuständig den Key nicht zu verlieren und bei Bedarf bereit zu haben. Ohne Key kommt man z.B. nach wesentlichen Änderungen an der Hardware oder manchen harten Abstürzen nicht mehr an seine Daten. Das kann problematisch sein wenn der Ausdruck in D im Safe liegt und man in TH ein Problem hat.

Mit Apple-Produkten kenne ich mich nicht aus, siehe How to Encrypt Your Mac’s System Drive, Removable Devices, and Individual Files.

E-Mail verschlüsseln

Verschlüsseln von E-Mails wäre zwar sinnvoll, aber ich habe es aufgegeben weil weder Bekannte noch Geschäftspartner wirklich daran interessiert waren. Siehe S/MIME-Zertifikat in Outlook 2016/2019 einbinden. Hier gibt’s die Zertifikate dafür.

Cloud-Daten verschlüsseln (Ende-zu-Ende Verschlüsselung)

Meines Erachtens sollten private Daten nur dann in der Cloud gespeichert werden wenn diese mit einem Schlüssel verschlüsselt sind den nur der Nutzer kennt, also Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2E). Die meisten Cloud Provider (inkl. Google Drive und Microsoft OneDrive) bieten leider keine E2EE. Das gebotene “encrypting data in transit and at rest” ist hier nicht ausreichend, siehe einen älteren recht technischen Artikel von mir dazu Thoughts and Experiments on Cloud Encryption.

Deshalb sollte man unbedingt(!) den Einsatz von Produkten wie BoxCryptor(*) erwägen, die E2EE von Dateien und sogar von Dateinamen mit fast allen Cloud-Providern ergänzen.

Selbst mit E2EE würde ich manche Daten nicht in einer Cloud oder einem Passwortmanager speichern, z.B. das Passwort zum Google- oder Microsoft-Account, vielleicht auch sehr private Dokumente.

E2EE ist aber nur so sicher wie die eigenen Endgeräte. Angreifer könnten z.B. Beispiel Trojaner aufspielen der Bildschirmfotos der Nachrichten erstellt oder einen Keylogger, der Tastaturanschläge aufzeichnet. Damit könnten Sie unverschlüsselte Daten vom Endgerät abgreifen. Man muß sich also dar um kümmern, daß seine Systeme sicher sind.

Text-Nachrichten

Auch Text-Nachrichten sollten möglichst Ende-zu-Ende verschlüsselt sein. Mit SMS, Facebook Messenger (E2EE ist nicht Default), Telegram (E2EE ist nicht Default) und Android Messages sind sie das im Mai 2021 nicht. Mit WhatsApp sind sie zwar verschlüsselt aber Facebook ist extrem vertrauensunwürdig. Text-Nachrichten haben kaum Bedeutung für mich, daher kenne ich mich damit nicht besonders aus. Aktuelle scheinen Signal und Apple’s iMessage (aber nicht zwischen Apple und Android Nutzern!) eine gute Wahl zu sein – aber die Nutzbarkeit einer Messaging-App hängt natürlich immer auch davon ab mein deine Kommumnikationspartner diese auch nutzen. In Bulgarien z.B. verwende ich Viber, in Thailand Line.

Für Text-Nachrichten und andere Kommunikation sollte man auch die Wichtigkeit von Metadaten nicht unterschätzen – also wer, wann mit wem kommuniziert hat. Diese Infos sind ähnlich sicherheitskritisch wie die Inhalte der Kommunikation und noch schwerer zu schützen.

Sichere Endgeräte

Um seine Endgeräte (Handy, PC, Notebook, Tablet) möglichst sicher zu halten sollte man u.a. verfügbare Updates unverzügliche einzuspielen. Ich lasse Windows seine Updates nicht nur automatisch einspielen sondern suche täglich via “check for updates” aktiv nach danach und via “update now” auch nach Office Updates – damit erreiche ich auch, daß Updates dann eingespielt werden wenn sich nicht nicht stören und mir keine wichtige Arbeit verloren gehen kann. Vor Zerstörungen meines Systems durch schlechte Updates fürchte ich mich nicht weil ich System Images via Macrium Reflect habe, vgl. Datensicherheit (Backup). Die meisten meiner Apps (wie Browser, Greenshot, 7-Zip, PDF Reader, …) lasse ich automatisch via Ninite Pro aktualisieren. Meine Handys sind Google Pixel Handy die monatlich Sicherheitsupdates einspielen, vgl. Gute Elektronik.

Bei Virenscannern halte ich unter Windows die standard Security (Defender) für ausreichend. Auf Android habe ich Bitdefender Antivirus Free zusätzlich zum standard Gooogle Play Protect installiert. Wirklich nötig ist dieser zusätzliche Virenscanner aber nicht – andererseits kostet er nix und frisst außer für seine Prüfung direkt nach Updates keine Performance.

Und ich verhalte mich auf meinen Endgeräten generell vorsichtig: Auf fremde USB-Sticks greife ich erst nach einem Virenscan zu, unerwartete oder “komische” E-Mails und insbes. Anhänge lösche ich unangesehen.

Zum Ausprobieren von Windows Tools oder “unsicheren Websites” nutze ich Windows Sandbox. Beim Schließen der Sandbox wird alles gelöscht. Ist sicher genug – sicherer als ein Wegwerf-Nutzer. Viel unkomplizierter als eine richtige virtuelle Maschine. Auch für die Einmalnutzung einer App prima – man braucht nix zu deinstallieren. Leider ist die Vorkonfiguration z.B. mit einem anderen Browser oder Plug-ins umständlich.

Die Suchmaschine von DuckDuckGo, deren Privacy Browser App und die DuckDuckGo Privacy Essentials Browser-Erweiterung kann helfen die Privatsphäre beim Browsen etwas zu schützen

Geben nervige Werbung nutze ich die uBlock Origin Browser-Erweiterung.

Account-Sperren

Google und Microsoft haben Accounts von Nutzern schon vollständig gesperrt bloß weil diese Dateien in ihrem Cloud-Speicher abgelegt hatten, deren Inhalte (oder auch nur Dateinamen) gegen die von Google/Microsoft definierten Geschäftsbedingungen verstießen. Wohlgemerkt ohne daß diese Dateien für andere Nutzer freigegeben waren. Gerade Google nennt bei Sperren manchmal keine konkreten Gründe und ob man wirklich gegen eine konkrete Regel verstoßen hat läßt sich (zumindest zeitnah) kaum klären, weil es so gut wie unmöglich ist einen kompetenten Mitarbeiter zu erreichen. Mit etwas Glück gelingt es einem in einem solchen Fall vielleicht noch seine E-Mails aus Gmail zu extrahieren – alles andere ist aber verloren.

Probleme mit Account-Sperren passieren auch regelmäßig bei Unstimmigkeiten mit Google Payments. Ist mir selbst zwar noch nicht passiert, aber stundenlange Totalausfälle mit unterschiedlichsten Providern schon. Deshalb habe ich immer mindestens zwei Provider konfiguriert damit ich bei Problemen leicht umschalten kann. Aktuell arbeite ich mit E-Mail Accounts bei Microsoft 365, Google und GMX und nutze als Hoster IONOS und Host-Europe.

Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA)

Mit Sicherheitskritischen Anwendungen sollte man 2FA einsetzen. Vielleicht sind die gespeicherten Daten gar nicht so kritisch, wohl aber ein möglicher Identitätsdiebstahl. Banken zwingen seit einiger Zeit zu 2FA. Für 2FA sind Authenticator Apps auf dem Handy sicherer als SMS. Ich verwende den Microsoft Authenticator mit derzeit 15 Anwendungen.

Windows PIN ist sicherer als Passwort

Auf Windows PCs ist es (überraschenderweise) sicherer eine PIN zu verwenden als ein Passwort: Warum eine PIN besser als ein Kennwort ist. Windows PIN sind übrigens nicht auf eine länge von 4 Zeichen beschränkt und können Buchstaben und Symbole enthalten.

Biometrische Authentifizierung ist generell unsicherer als PIN oder Passwort. Trotzdem verwende ich aus Bequemlichkeit auf Handy und Notebook den Fingerabdruck.

Android und iPhone verschlüsseln

Daten auf Handys sind standardmäßig verschlüsselt. Bei neuen Handys prüfe ich aber immer in den Einstellungen, ob das wirklich so ist.

Passwortmanager

Ohne Passwortmanager ist es m.E. unmöglich sichere Passwörter für alle seine Zugänge zu gewährleisten. Ich habe mich bewusst für ein kommerzielles, kostenpflichtiges Produkt entschieden: 1Password. Das funktioniert auf Windows und Android prima – auf Apple-Produkten sowieso. Die Passwörter zu für Accounts mit sehr weitreichenden Rechten wie dem MS Account speichere ich nicht im Passwortmanager sondern merke sie mir.

Kreditkarten-PINs

PIN von Kreditkarten speichere ich nirgends elektronisch (auch nicht verschlüsselt z.B. in einem Passwortmanager) weil das den AGB widerspricht, siehe Vertragsbedingungen für Mastercard und Visa Karten. Diese darf insbesondere nicht auf der Karte vermerkt, bei einer digitalen Karte nicht in demselben mobilen Endgerät gespeichert werden oder in anderer Weise (z.B.* nicht als getarnte Telefonnummer*) zusammen mit der Karte oder deren Daten aufbewahrt werden.

Sichere Passwörter

Zu sichern Passwörtern kursieren viele Fehlinformation und wichtige Aspekte wie Merkbarkeit und leichte Eingebbarkeit (auch auf anderssprachigen Tastaturen) wird häufig unterschlagen. Was für einen Menschen wie ein schwer zu knackendes Passwort aussieht braucht es für einen Computer noch lange nicht zu sein.

Bei Verwendung eines Passwortmanagers braucht man sich nur ein einziges Passwort zu merken, das Masterpasswort. Will man bestimmte Passwörter nicht im Passwortmanager speichern, z.B. das des MS Accounts, dann diese natürlich auch.

Zur Provokation:
Ein schlechtes Passwort: “Tr0ub4dor&3”
Ein gutes Passwort: “hammer 2dM&P kind lob luft”

Zur Erläuterung:
Ein Comic.
Toward better Master Passwords.

Virtual Private Network (VPN)

Ich verwende als VPN Private Internet Access. Für das hochgelobte NordVPN gib es mir zu viele gesponserte Tests. Seit alle Websites die Kommunikation via HTTPS verschlüsseln ist ein VPN nicht mehr sooo wichtig. Aber wenn ich etwas sicherheitskritisches wie Onlinebanking an öffentlichen WLANs mache dann nutze ich ein VPN und manchmal hilft es gegen Geoblocking.

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Digitaler Briefkasten

Es gibt digital Briefkästen wie Dropscan(*), Caya oder Clevver.io und sogar einen Service von der deutschen Post E-POSTSCAN.

Mit Dropscan(*) bin ich sehr zufrieden. Man bekommt bei Posteingang eine E-Mail Benachrichtigung und kann sich den Briefumschlag ansehen. Man kann die E-Mail scannen, weiterleiten oder vernichten lassen. Mann kann Sendungen zu Sammelsendungen zusammenfassen und diese zu einem Wunschtermin per DHL oder DHL Express an eine beliebige Adresse schicken lassen.

Man kann dort sogar ganze Ordner mit Papierdokumenten digitalisieren lassen und so sein Büro digitalisieren. Auch Einschreiben werden angenommen. Die Dropscan-Anschrift ist aber keine ladungsfähige Anschrift. Dropscan nimmt keine Warensendungen und scannt keine PIN für Konten oder Kreditkarten.

Meines Wissens nutzt Dropscan einen existierenden Scanservice von Banken. In großen Unternehmen erhält ja ein Sachbearbeiter Post nicht mehr in Papierform sondern gescannt. Als in einem meiner Scans mal Seiten fehlten rief ich bei Dropscan an und bat sich das mal anzusehen. Der Mitarbeiter konnte meinen Scan aus Datenschutzgründen nicht einsehen und bat mich einen erneuten Scan anzustossen mit Option “Heftung, Klammern, Bindung oder Ösung auftrennen”. Das zeugt von guter Sicherheit.

Folgende Aktionen können automatisch für Posteingänge ausgeführt werden:

  • Sendungen scannen
  • Dokumente teilen
  • Sendungen vernichten
  • Sendungen weiterleiten
  • Benachrichtigung senden (per E-Mail oder Slack)

Die Dropscan Scanbox kann mit folgenden externen Services integriert werden:

 Dropscan externe Services

Nachtsendeservices sind leider nicht 100% verlässlich. Bei der Post beauftrage ich einen Nachtsendeauftrag nur für “vorübergehende Abwesenheit” nicht für “Umzug”, damit Post nicht automatisch an Absender zurückgeht. Nachtsendeaufträge wirken nicht für alle alternativen/regionalen Zusteller, manchmal nicht beim Vermerk “nicht weiterleiten” auf Briefen und werden schon mal von Postboten ignoriert.

Bekannten Absendern habe ich wo möglich meine Dropscan-Adresse als abweichende Postanschrift mitgeteilt. Z.B. mit meiner Bank DKB und der Arbeitsagentur hat das funktioniert.

Viele Unternehmen ermöglichen leider keine abweichende Postanschrift zur Nutzung digitaler Briefkästen. Die Kommunikation mit z.B. der DRV habe ich deshalb auf Papierlos via DE-Mail konfiguriert (leider bekommt man bei Einrichtung keine Bestätigungs-Mail von der DRV, aber der nächste Rentenbescheid traf problemlos per DE-Mail ein). Das FA schickt seine Post an meinen Steuerberater.

DE-Mail nutze ich also nur wenn nichts anderes möglich ist. DE-Mail ist leider nicht weit verbreitet und es bietet keine Ende-zu-Ende Verschlüsselung
Viele Behörden verbergen ihre vorhandenen DE-Mail Adressen über diesen c’t-Artikel lassen sie sich vielleicht finden Unerreichbar.

Auf meinem Briefkasten ist ein Aufkleber “Keine Werbung” und bei Abwesenheit ein Vermerk “bitte Nachtsendeauftrag beachten”.

Ein Eintrag in die Robinsonliste kann unerwünschte Werbung minimieren.

Es kann sinnvoll sein jemanden periodisch in den Briefkasten schauen zu lassen und eine Postvollmacht zu geben.

Auf vielen 3+ Mon langen Auslandsreisen seit 2014 hatte ich damit nur wenige Fälle in denen Post in meinem physischen Briefkasten gammelte und es war nichts Wichtiges dabei. Eine besser Lösung seine Post unterwegs schnell und ohne einen Helfer vor Ort zu empfangen kenne ich nicht. Habe den Service manchmal sogar als ich wieder zu Hause war zur Bequemlichkeit Monate lang weiterlaufen lassen.

Hier ein Anbietervergleich Digitaler Briefkasten Vergleich – Caya, DropScan und Co Update 2021.

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Nützliche Apps

Digitaler Briefkasten Dropscan(*). Bei Dropscan bekommt man eine digitale Postanschrift. Dort eingehende Post wird in durchsuchbare PDFs gescannt und man erhält eine Mitteilung über den Posteingang. Es lassen sich viele weitere Abläufe automatisieren. Man kann bekannten Absendern seine digitale Postanschrift mitteilen damit diese direkt an diese versenden oder seine Post per Nachtsendeservice der Post dorthin weiterleiten lassen. Ich bin mit Dopscan ausgesprochen zufrieden.  Auch Einschreiben werden angenommen. Man kann dort sogar ganze Ordner mit Papierdokumenten digitalisieren lassen. Details siehe Digitaler Briefkasten.

Ich hatte mich so sehr über die schlechte Bedienbarkeit von WährungsrechnerApps geärgert, dass ich einen eigenen schrieb – für das mittlerweile leider eingestellte Windows-Phone, siehe Meine “Travel Currencies” App. Mittlerweile gibt es z.B. die gut bedienbare CoinCalc App für Android, insbesondere das zugehörige Multi-Widget. Damit sieht man mehrere Währungen gleichzeitig und kann ohne Umständlichkeiten bei jeder Währung direkt einen Betrag eingeben der sofort in alle anderen Währungen umgerechnet wird.

CoinCalc Multi-Widget

Für die mir fehlenden Funktionen habe ich ein Excel-Abeitsblatt erstellt, siehe Travel Currencies Währungsrechner (Excel).

Passwordmanager 1Password. Ohne Passwordmanager ist es m.E. unmöglich sichere Passwörter für alle seine Zugänge zu haben. Habe mich bewusst für ein kommerzielles, kostenpflichtiges Produkt entschieden. Funktioniert auf Windows und Android prima – auf Apple-Produkten sowieso.

VPN Private Internet Access. Bin mit PIA zufrieden. Für das hochgelobte NordVPN gib es mir zu viel gesponserte Tests. Seit alles Websites via HTTPS kommunizieren ist ein VPN nicht mehr sooo wichtig. Aber wenn ich was sicherheitskritisches wie Onlinebanking an öffentlichen WLANs mache dann nutze ich PIA.

Mit der Ausweis App kann man sich mittels Personalausweis authentifizieren. Zum Lesen kann man einen Handy als Lesegerät. Leider wird die Authentifizierung bisher nur von wenigen Dienstleistern genutzt. Mit der DRV, Elster und der Agentur für Arbeit hat das bei mir aber gut funktioniert.

Verschlüsselungs App BoxCryptor(*). Eine App zur Verschlüsselung von Daten in der Cloud ist m.E. unverzichtbar. Private Daten sollten nur in der Cloud gespeichert werden, wenn sie mit einem Schlüssel verschlüsselt sind den nur der Nutzer kennt (Ende-Zu-Ende-Verschlüsselung). Die meisten Cloud Provider (inkl. Google Drive und Microsoft OneDrive) bieten leider keine Ende-Zu-Ende-Verschlüsselung für Cloud-Daten. Das gebotene “encrypting data in transit and at rest” ist hier nicht ausreichend. Für Details siehe Datenschutz.

Backup App Macrium Reflect. Reines Synchronisieren von Dateien mit der Cloud is keine vollständiger Ersatz für Backups. Z.B. fehlt die Möglichkeit einer Point-in-time recovery und System-Image Backups.  Für Details siehe Datensicherheit.

SingleFile ist eine ausgesprochen hilfreiche Browser-Erweiterung mit der man ganze Web-Seiten (nicht -Sites) in einer einzigen HTML-Datei speichern kann. Gut zu Aufheben und Teilen.

Mozilla Pocket hift beim Aufbewahren und Wiederfinden interessanter Webseiten.

Skype Festnetz Telefonnummer Eine Skype-Nummer (7€/Mon für deutsche Nummer) ist ein örtliche Festnetznummer über die Anrufer einen übers Festnetz in Skype anrufen können. Für den Anrufer sieht das wie eine normale Festnetznummer aus und er zahlt auch nur die normalen Telefongebühren. Skype leitet den Anruf kostenlos für Anrufer und Angerufenen durchs Internet auf Dein Notebook oder Handy.

Die Performance eines Portfolios lässt sich schön mit der App Google Übersetzer App. Die Google Translate App übersetzt eingetippte oder kopierte Texte, Gesprochenes, Texte auf Bildern (z.B. Straßenschilder) und Sprache sogar synchron beim Unterhalten.

Apps zur Reiseplanung und -Überwachung:
TripIt
TripCase
Ich verwende beide parallel – hat mir bei Flugänderungen schon mehrmals geholfen.

Deutsche Bahn: DB Navigator ickets für Nah- und Fernverkehr, Echtzeit-Infos, aktuelle Wagenreihung und vieles mehr. Seit Juli 2020 mit Google Maps integriert Deutsche Bahn und Google: Google Maps erhält Live-Auskunft für ICE, IC und EC.

Offizielle Apps vom Auswärtigen Amt:

Elefand Elektronische Erfassung von Deutschen im Ausland
“Eine effektive konsularische Hilfe und Unterstützung durch deutsche Auslandsvertretungen im Notfall setzt voraus, dass Namen, Aufenthaltsorte und Erreichbarkeiten von Deutschen im Ausland und ggf. auch den im Ernstfall zu kontaktierenden Personen im Inland bekannt sind.”

Sicher Reisen App
“In der App finden Sie Tipps und eine Checkliste für Ihre Reisevorbereitung, und die Adressen der Vertretungen Ihres Reiselandes in Deutschland.”

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