Dieser Post beschränkt sich auf Windows. Mit Apple und Unix habe ich keine Erfahrung.

Auf in Zeiten von mit Cloud-Speichern synchronisierten Daten haben traditionelle Backups (auf lokale Medien oder in die Cloud) weiterhin ihre Berechtigung. Ich halte Cloud-Speicher zwar für generell ausfallsichererer als eigene lokale Lösungen aber Synchronisation schützt nicht gegen versehentliches Löschen von Daten (weil auch das Löschen synchronisiert wird), sie bietet nur begrenzte Point-in-Time Recovery, nur begrenzten Schutz gegen Ransomware und keine Wiederherstellung zerstörter Windows-Installationen. Auch gehören private Daten nur in die Cloud wenn sie Ende-zu-Ende verschlüsselt sind, siehe Datenschutz (Ende-zu-Ende Verschlüsselung).

Ich habe viele Backup-Tools ausprobiert. Die besten Erfahrungen habe ich mit Windows 7 Backup und Macrium Reflect gemacht. Das standard Backup-Feature von Windows 7 ist auch in Windows 10 weiter verfügbar als “Backup and Restore (Windows 7)”. Es ist robust und unterstützt sogar EFS-verschlüsselte Dateien. Aktuell nutze ich das kommerzielle Macrium Reflect. Für viele Anwendungsfälle ist dessen kostenlose Version ausreichend. Die Free-Version untersützt zwar keinen File- und Folder-Backups sondern nur Image Backups aber aus diesen lassen sich auch einzelnen Dateien wiederherstellen. Von Acronis bin ich abgekommen weil immer unzuverlässiger und verbastelter wurde.

Windows File History ist halbgar. Es unterstützt z.B. keine EFS-Dateien und funktioniert leider nicht zusammen mit BoxCrypter. Tools wie BoxCryptor sind aber unverzichtbar solange Cloud-Speicher keine Ende-zu-Ende Verschlüsselung bieten.

Mit allen Sync- und Backup-Tools sollte man nach Erstinstallation und turnusmäßig Restores testen, denn jede Kopie ist wertlos wenn sie sich nicht verlässlich wiederherstellen lässt.

E-Mails, Kalendereinträge und Tasks müssen bezüglich Backups gesondert betrachtet werden. Zum Restore von Outlook PST-Dateien muss man diese in Outlook importieren. Einfaches Kopieren in das Outlook-Verzeichnis führt zu Problemen. Zusätzlich zu Backups lasse ich meine E-Mail automatisch an einen zweiten E-Mail Hoster weiterleiten und mein Outlook-Kalender wird mit meinem Google-Kalender synchronisiert (auch damit die Standard Contatcts- und Calendar-Apps auf Android aktuelle Daten zeigen.).

Mit Backup-Tools lassen sich nicht nur Kopien von Dateien sichern sondern auch System-Images sicheren und damit ein zerstörtes Windows wiederherstellen. Zuletzt habe ich das benutzt um meinen Notebook nach Unzufriedenheit mit dem aktuellen Windows 11 wieder auf Windows 10 zurückzusetzen.

Mit OneDrive Folder Backup lassen sich die Verzeichnisse Desktop, Documents, and Pictures automatisch auf OneDrive speichern. Damit sind sie nicht nur ausfallsicherer gespeichert sondern stehen auch auf allen mit dem selben Microsoft Account angemeldeten Gerät zur Verfügung. Folder Backup lässt sich über das OneDrive Setting “Backup” konfigurieren.