Infos und Anregungen zu "Im Ruhestand die Welt bereisen"

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Windows 11 ist (noch?) nix für mich

Habe heute testweise die finale Version von Win11 auf meinem Notebook Lenovo X1 Tablet gen 3 installiert.

Ich bin generell sehr offen mich auf neue Versionen von Software einzulassen – war einer der wenigen welche gut mit Win8 zurecht kamen.

Win11 läuft auf meinem Notbook gefühlt flotter als Win10. Ich komme mit der simpleren Bedienoberfläche gut zurecht.

Zum Glück kann man die Taskbar linksbündig konfigurieren – zentriert verändern die Icons nervig ihre Position wenn neue hinzukommen. Ausserdem finde ich die Zentriererei hässlich.

Win11 ist in seiner aktuellen Version für mich nicht geeignet:

  • Man kann nur 1 Wetter-Widget haben.
    Ich bevorzuge aber das Wetter mehrerer Reiseziele gleichzeitig nebeneinander zu sehen.
  • Mich nervt, dass das Widget Panel nicht Fullscreen ist.
    Keine Ahnung was sich die Entwickler dabei gedacht haben, zumal die Pane nicht mal verschiebbar ist um gleichzeitig Infos anderer Apps zu sehen.
  • Generell habe ich die Win10 Live Tiles lieber als die Win11 Widgets.
  • Boxcryptor “Mount with Windows Mount Manager” funktioniert nicht.
    Damit funktioniert das Windows Indexing von mit Boxcryptor verschlüsselten Dateien nicht und Dateien ohne Index fürs suchen halte ich für unbrauchbar. Siehe Datenschutz (Ende-zu-Ende Verschlüsselung, …).

Hier ein Win10 Start Screen in Fullscreen Mode mit mehreren Wetter-Tiles, Mail, Kalender, Währungen und verschiedenen Tasks aus der MS To Do App:

Win10 Start Screen

Hier das für mich nicht geeignete Win11 Widget Panel:

Win11 Widget Panel

Verhaltens-Mechanismen von Anlegern (Behavorial Finance)

Aus der Forschung zur Behavorial Finance sind folgende für die Finanzgestaltung problematische (unbewusste) Verhaltensmechanismen bekannt. Behavorial Finance forscht zu verhaltenstheoretisch fundierten Erklärungen des Geschehens an den Finanzmärkten.

[Quelle: Deutschlandreform – Viele der Meinungen dort teile ich ausdrücklich nicht!]

1:n-Heuristik: Vor die Wahl gestellt, ihr Geld zwischen verschiedenen Investments aufzuteilen, neigen Anleger dazu, im Zweifelsfall das Kapital gleichmäßig auf alle vorhandenen Anlagen zu verteilen. Das muss nicht zwangsläufig die beste Lösung sein, aber dieses Vorgehen ist übersichtlich und schafft ein Gefühl der Sicherheit durch vermeintlich ausgewogene Risikostreuung.

Angst vor Verlusten: Anleger hassen Verluste mehr, als sie Gewinne lieben. Dies bedeutet, dass Gewinne, die mit der gleichen Wahrscheinlichkeit eintreten können wie Verluste, nicht ausreichen, um die potentiellen Verluste zu kompensieren. Damit das Geschäft für den Anleger attraktiv erscheint, muss die vermutete Gewinnchance etwa doppelt so hoch sein wie das wahrgenommene Verlustrisiko.

Confirmation Bias: Anleger haben oft eine vorgefasste Meinung zu einem Wert. Positive Meldungen zu diesem Wert werden als Bestätigung gewertet, negative Meldungen jedoch ignoriert, da sie nicht in das vorhandene Bild passen und eine Korrektur der Sichtweise schwer fällt.

Dispositionseffekt: Anleger neigen dazu, Verliereraktien zu lange zu halten bzw. Gewinneraktien zu früh zu verkaufen. Sie scheuen den Verkauf von Investments wenn dies einen Verlust bedeuten würde. Allerdings wäre es unter Umständen besser, sich von dem schlechten Investment mit Verlust zu trennen. Zum einen können so weitere Verluste vermieden werden und zweitens steht das Kapital dann wieder für –gewinnbringende- Anlagezwecke zur Verfügung.

Endowment Effect: Dinge, die sich im Besitz einer Person befinden, werden von dieser als wertvoller eingeschätzt als Dinge, die sich nicht in ihrem Besitz befinden. Auf den Finanzmarkt übertragen kann dies bedeuten, dass ein Anleger mit einem überzogenen Verkaufspreis an den Markt geht und in der Folge keinen Käufer findet, der bereit wäre diesen Preis zu zahlen. (Das Phänomen der überzogenen Einschätzung des Verkaufswertes lässt sich besonders gut bei Immobilienbesitzern beobachten.)

Home Bias: Da Informationen über Wertpapiere des Heimatmarktes leichter verfügbar sind, bevorzugen Anleger heimische Investments und scheuen internationale Werte. Die Folge ist eine per Definition zu geringe Diversifizierung.

Kontrollillusion: Anleger unterliegen dem Irrglauben vollkommen zufällige Ereignisse beeinflussen zu können.

Repräsentativitätsheuristik: Je repräsentativer ein Objekt oder ein Ereignis für eine bestimmte Gruppe ist, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es tatsächlich zu dieser Gruppe gehört. Allerdings muss dies nicht zwangsläufig der Fall sein. Ausdruck dieses Denkens ist die Suche und das vermeintliche Erkennen von „Mustern“. Oft wird eine Folge zufälliger Ereignisse nachträglich als „systematisch“ erkannt. Die gesamte sogenannte technische Analyse beruht auf dieser verzerrten Wahrnehmung zufälliger Ereignisse.

Rückschaufehler: Die Kenntnis des Ausgangs einer Entwicklung erschwert es dem Anleger, die Wahrscheinlichkeit des Ereignisses im Nachhinein objektiv zu beurteilen; Anleger glauben später irrtümlich selbst, dass sie die zukünftige Entwicklung korrekt vorausgesehen haben.

Spielerirrtum: Wenn ein Fonds einige Jahre hintereinander den Gesamtmarkt schlägt, glaubt der Anleger einen Fonds mit einem besonders gutem Vermögensverwalter gewählt zu haben. Der Anleger hält die wenigen Jahre, die er den Fonds beobachtet, für repräsentativ. Dabei entgeht ihm, dass dieses Ergebnis wahrscheinlich nur zufällig zustande gekommen ist. Tatsächlich ist es so, dass kurzfristig besonders erfolgreiche Fonds nach einer Zeit der überragenden Entwicklung fast immer auf ein Durchschnittsergebnis zurückfallen. [1]

Status-Quo-Fehler: Veränderungen und weitreichende Entscheidungen werden nach Möglichkeit vermieden. Beispiel: Der Markt für Altersvorsorgeprodukte ist unübersichtlich. Anstatt die Angebote jedoch systematisch nach klar definierten Kriterien zu selektieren, kapituliert die Mehrheit vor der Entscheidung und macht gar nichts.

Überoptimismus: Anleger halten sich für begabte Investoren und glauben, dass sie in der Lage sind in der Masse der Investments Anlagewerte mit überdurchschnittlichem Potential zu identifizieren. Einfacher Grund: Die Mehrheit der Menschen schätzt ihre Fähigkeiten als überdurchschnittlich ein. Siehe auch: Dunning-Kruger-Effekt. [2]

Verankerungsheuristik: Bei der Bewertung von Investments orientieren sich Anleger an Vorgaben von außen, auch wenn diese in keinem Zusammenhang mit dem Wert stehen. Der erste Wert, der mit dem Investment in Zusammenhang gebracht wird, bestimmt das Urteil. Vor allem der Einstandspreis dient bei Anlegern oft als Anker. Dies hat zur Folge, dass es Anlegern schwerfällt den Wert des Investments objektiv einzuschätzen.

Verfügbarkeitsheuristik: Die Basis einer Entscheidung sind primär Informationen die leicht verfügbar sind. Dies beschränkt sich nicht selten auf den Erfahrungsschatz des einzelnen Anlegers und ist damit in keiner Weise repräsentativ.

Zeitinkonsistenz: Zeitpräferenzen sind nicht konstant, sondern hängen vom jeweiligen Zeithorizont ab. Gegenwärtige Belohnungen werden höher bewertet als zukünftige Belohnungen –auch wenn die absolute Höhe der Belohnungen identisch ist. Sparer wissen, dass sie langfristig für das Alter vorsorgen sollten. Es siegt jedoch meist die unmittelbare Befriedigung der Konsumbedürfnisse über die Bedürfnisse der scheinbar fernen Zukunft.

Hier interessante lange Listen Kognitiver Verzerrungen in Wikipedia (DE) und Wikipedia (EN) – die englische Liste ist umfangreicher.

Quelle: The Cognitive Bias Codex – 180+ biases, designed by John Manoogian III

Ein prima Buch: Hörensagen: Die Kunst der Wahrheitsfindung in einer faktenfeindlichen Welt.

Meine “Travel Currencies” App

Ich hatte mich so sehr über die schlechte Bedienbarkeit von WährungsrechnerApps geärgert, dass ich eine eigene App Travel Currencies für das mittlerweile leider eingestellte Windows-Phone schrieb. Diese App plane ich auf Android, IOS und im Web wieder aufleben zu lassen.

Alternative Apps

Mittlerweile gibt es z.B. die gut bedienbare CoinCalc App für Android, insbesondere deren zugehöriges Multi-Widget. Damit sieht man mehrere Währungen gleichzeitig und kann ohne Umständlichkeiten bei jeder Währung direkt einen Betrag eingeben der sofort in alle anderen Währungen umgerechnet wird.

CoinCalc Multi-Widget

Für die mir in CoinCalc fehlenden Funktionen habe ein Excel-Arbeitsblatt erstellt Travel Currencies Währungsrechner (Excel).

Zum Vergleichen der Preise von Hotels und Condos auf Buchungsplattformen und Webites der Anbieter, siehe Hotel & Condo-Preisvergleich (Excel).

Travel Currencies App (Windows, Windows Phone)

[aktuell nicht mehr verfügbar]

Features

  • Offers conversions for 190+ currencies.
    Yon can choose between two different rates sources:

    ECB: European Central Bank
      – Rates for 30+ currencies.
      – New rates every working day at 16:00CET.

    PRO: Open ExchangeRates
      – Rates for 190+ currencies plus precious metals.
      – Supported digital currencies: Bitcoin, BitShares, Dash, DogeCoin,
         EarthCoin, Emercoin, Ethereum, Factom, Feathercoin,
         Linden Dollar, LiteCoin, Namecoin, NovaCoin, Nxt, Peercoin,
         Stellar, VertCoin, Monero, Primecoin, Ripple .
      – Rates updated hourly.
      – Optionally available via in-app purchase.
  • Rates are autoupdated in the background in the background
    every 4  hours.
  • See conversions for multiple currencies at once.
    For scenarios like hotels quoting their room rates in various currencies: one in Euro, one in Dollar and another one in the local currency Baht.
    Sorted in the sequence selected by user.
  • Precious metals: showing values for gold, silver and platinum.
    Optionally available via in-app purchase.
  • Offline mode: Works without an internet connection.
    When traveling you might not have a connection just at the wrong moment; in remote areas, in planes, just after landing before buying a local SIM card.
  • Values: In addition to seeing that 1 Euro is 43 Baht it is convenient to see that a 1000 Baht note is 23 Euro.
  • Choose commission charged.
    None, ATM rate, credit card rate, kiosk rate, custom commission.
  • Favorites.
    User add and remove currencies.
    To remove use ‘Tap and Hold’ or right-click.
    Sorted alpabetically.
  • Zoom Conversion tab.
    For when the sun is too bright or the night was too long 🙂
  • ATM Locator.
    Links to ATM Locator in web browser.
  • Show pictures of notes and coins on Wikipedia.
    To know how they should look like.
  • Automatically preset the local currency using your current geographical location. 

Planned Features:

  • Compare hotel prices in different currencies, daily vs sum, computing taxes.
  • Unofficial, black market and alternative digital currencies
  • History graphs
  • View conversions on Apple Watch and the coming Google Pixel Watch.

Budget-Planung Reisen (Excel)

Alle Excel-Arbeitsblätter zur Finanzplanung:
Ausgaben Budget Heimat (Excel)
Budget-Planung Reisen (Excel)
Grobe “Bierdeckel” Finanzplanung (Excel)
Asset-Allokation (Excel)
Finanzplan für den Ruhestand (Excel)

Weitere Planungen und Tools mit Excel.

Je nach Aufenthaltsort fallen Kosten weg und ergeben sich Neue. Das ist im Arbeitsblatt abgebildet indem z.B. in Spalte “Langzeitreise RKL” der GKV-Beitrag von 400€ abgezogen wird und der GKV-Zuschuss der DRV von 150€ auf auf 30€ reduziert wird. Wesentliche Auswirkung auf die Kosten hat, ob man während Langzeitreisen weiterhin eine Wohnung in der Heimat unterhält, siehe Lange Auslandsaufenthalte 2. Staatsbürgerschaft, Melderecht, Adressen.

Habe als Beispiel mal Thailand als Reiseland angenommen um eine mögliche Behandlung von Fremdwährungen aufzuzeigen.

Die Eingabewerte sind fiktiv so gewählt, dass sich interessante Konstellationen ergeben.

Man plant nicht unter der Illusion die Zukunft würde entsprechend der Planung verlaufen, sondern um zu verstehen wie der beplante Bereich tickt – wie sich geänderte Parameter oder Maßnahmen auswirken.

Dein Beitrag zur Entwicklung weiterer Arbeitsblätter und Apps:

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